KdiH

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43.1.192. Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 2722

Begonnen von Regina Cermann, fortgeführt von Isabel von Bredow-Klaus

Ergänzung zum gedruckten KdiH

Veröffentlicht am: 23.9.2026

Datierung:

Vor 1437 (die Wappen auf 18v von Neuösterreich [Bindenschild] und Altösterreich [Fünfadlerwappen], ohne die Wappen von Böhmen und Ungarn, die Albrecht nach der Wahl zum König am 18.12.1437 zusätzlich führte).

Lokalisierung:

Melk (Text; vgl. Ochsenbein [1979] S. 41f., dagegen Pirker-Aurenhammer [2002] S. 15) und Wien (Ausstattung).

Besitzgeschichte:

Herzog Albrecht V. (1411−1439) (18v, 62r, 196v−202r), vielleicht nach dessen frühem Tod bei Kaiser Friedrich III. (vgl. den zusammengefassten Forschungsstand bei Pirker-Aurenhammer [2002] S. 11, Anm. 31); 1583 befand es sich wohl im Besitz einer Madlena von Herberstorff Geborne von Rattmanstorff in Graz (88r) und wurde wohl 1765 (oder bereits 1721–27, vgl. Trenkler in Stummvoll [1968] S. 36) von Maria Theresia aus der kaiserlichen Burg in Graz in die Wiener Hofbibliothek überführt (als Theol. 961; die hohe Signatur spricht eher für das spätere Eingangsdatum); unter Napoleon 1809 nach Paris in die Bibliothèque impériale verbracht (Stempel auf 1r und 216v) und 1815 an die Hofbibliothek in Wien zurückgegeben.

Inhalt: Gebetbuch von Herzog Albrecht V. (später König Albrecht II.); Parallelhandschrift zu Melk, Stiftsbibliothek, Cod. 1080 (Nr. 43.1.110.)
1r–4v

Neun eucharistische Gebete (die Anfänge bilden ein Akrostichon: Carthusia) A: CReator Du schepher aller dinge Got vater allmachtiger Des auegang chainen anuang nimpt... 1v A: ADonay Herr got grosser vnd wunderleicher du pewtest lieb zehaben ... A: REx regum Chünig vber all chünig aller höchster herr ... 2r A: Tu solus sanctus Du pist allain heilig allain der herr ... 2v A: Hospes honoris Gast der eren ... 3r A: UEni sancte spiritus Chum her heiliger geist ... 3v A: SAnctus sanctus sanctus Heiliger heiliger heiliger herr got der herr ... (vgl. Lilienfeld, Stiftsbibliothek, Cod. 100, 16r) A: In manus tuas commendamus nos In dem heut emphelhen wir vns ... 4r A: AVe lucis speculum Gegruzzt seist du spiegel des liechtes ...

1r

Historisierte Initiale: Gottvater als Halbfigur

4v−52r

Eucharistische Gebete, überwiegend aus dem römischen Messordo

4v−7r

›Confiteor‹, deutsch, ›Ante oculos‹, deutsch, ›Deus qui non mortem‹, deutsch

7r–9v

›Summe sacerdos‹, deutsch (PL 158, S. 921–923)

9v−14r

Kommuniongebete, ›Domine Iesu Christi lumen inextinguibile‹, deutsch A: Herr ihu christe guter herter vnerleschleich liecht vater aller gnaden der du vns vnwirdigen menschen solich genad hast gegeben daz wir von deinem gar rainigem heiligen leichnam werden gespeist ... (paraphrasiert Klapper [1935] Nr. 13) 11v ›Ad mensam‹, deutsch A: CZu dem tisch deiner wirdigen wirtschaft O chünig ... 13r A: Pis gegruezzt du hailbertigs oppher ... 13v ›Omnipotens et misericors deus ecce ego ...‹, deutsch A: Der vnmenschleichen vnd vnmezzleichen militchait ... (paraphrasiert Klapper [1935] Nr. 15)

14r−15v

Johann von Neumarkt, Augustins Gebet vor dem Abendmahlsempfang (Klapper [1935] Nr. 14; Haimerl [1952] S. 83, Anm. 486)

15v−17r

Johannes Milíč von Kremsier, Gebet vor der Kommunion (Klapper [1935] Nr. 29)

17r–17v

drei Kommuniongebete A: O himelischer vater vnd du lieber herr du pist der der nach dem willen deins uater ... 17v A: Lieber herr ich pin nicht wirdig daz du geen scholt ... A: Almachtiger uater vnd ewiger got Ich chúm zu dir himlischen speis des fronleichnam ...

18v

Miniatur: Elevation, Albrecht V. rechts, desweiteren wohl seine Neffen Friedrich III. und Albrecht VI. (vgl. Pirker-Aurenhammer [2002] S. 17f., 73 und Schmidt [2006/2007] S. 47f.)

19r−20v

Psalm 30 mit anschließendem Gebet (PL 101, 533–34) A: IN dich herre hab ich gehoffet daz ich nicht wurdt gescheint ewigleich ... 20r A: Die vnmeszleich menig deiner süsz du allerguetigister herre wir andechtigleich pitten wan wir suchen dein warhait ...

20v−22v

Johann von Neumarkt, Augustins Gebete vor dem Abendmahlsempfang (Klapper [1935] Nr. 13 und 15; Haimerl [1952] S. 83, Anm. 487; wie 9v und 13v)

22v

Thomas von Aquin, Kommuniongebet, ›Omnipotens sempiterne Deus‹, deutsch (siehe 13v)

22v−29r

Psalmen im Wechsel mit Reim- und Tagzeitengebeten zur Passion, Ps 58, 23r Gebet A: Almechtiger got des krafft vnd parmherczichait wir loben in der metten czeit ..., 23v Ps 11, Gebet A: Erparm dich vber vnser blodichait ..., 24r Reimgebet zur Sext A: An das chrewcz genagelt ward der herr ze dem sechsten mal ..., Gebet A: O chrefftiger got O allmachtiger got ..., 24v Ps 76, 25v Reimgebet zur Non A: Iesus zu der non zeit sein leben gar vereut hely schreiund ..., A: Herr ihu christe aller christenhait warder herr vnd gepieter aller creatur ... 26r Ps 68, 27r A: Du allergnedigister herr erhor vns in der warhait deins hails ..., 27v Reimgebet zur Mettenzeit A: Gotes uater weishait von der Iuden heut geuangen wart zu metten czeit ... A: Got der du aufgestigen pist an das kreucz vnd erleuchtet hast die vinster der werlt ..., Ps 85, 28r Gebet ›Veni creator spiritus‹, deutsch (Haimerl [1952] S. 142, Anm. 881) , 28v A: Herr got du machst ausz vnwirdigen wirdige ausz suntern gerecht ...

29r−29v

Thomas von Aquin, Dankgebet ›Gratias ago‹, deutsch

29v−30v

Gebet (Klapper [1935] Nr. 71,1–3)

30v−33v

Ps. Augustinus, ›Oratio animae ad Deum‹, deutsch (PL 40, 1076–1078)

33v−35v

Gebet um ein gutes Ende 34r A: Herr erhor mein gepet wenn ich yetzund erchenen daz mein czeit nachent ist Uerleich mir weishait vnd uerstentichait ... (auch in Budapest, Cod. germ. 33, 66r–69r)

35v−37r

Gebet zu Christus, ›Domine Iesu Christe fili dei vivi‹, deutsch

37r−40r

Johann von Neumarkt, zwei Gebete nach dem Kommunionempfang (Klapper [1935] Nr. 62, 63)

40r−43r

Psalmen 83, 84, 86, 115, 116, 131, 132, 133, 150. Nach dem ersten Psalm 40v Anselm von Canterbury, Gebet vor der Kommunion mit Pfingst-Antiphon ›Veni sancte spiritus‹, deutsch (Haimerl [1952] S. 142, Anm. 881), Pater noster und Ave Maria

43r

Gebet A: Herr got der du nicht den tod sunder die púez begerst ... wie 7r

43r−43v

zwei Gebete nach der Kommunion (Haimerl [1952] S. 143, Anm. 897 und S. 49, Anm. 247)

43v−51r

Johann von Neumarkt, Augustin zugeschriebenes Gebet von der Marter Christi (Klapper [1935] Nr. 3)

51r

Gebet über die Waffen Christi (Klapper [1935] Nr. 74) Psalm 66, Versikel und Kollekte

51v–52r

Zwei Eucharistiegebete mit Ablass des Papsts Bonifatius IV. (hier fälschlich VI.), auf Bitten König Philipps von Frankreich A: Herr ihu xpe der den heiligisten leichnam uon der vnuerhalczten iunckfrawen vnd aus dem wirdigisten leichnam Marie hast an dich genomen ... 52r Gebet zur Elevation A: Gruezzt seist du anuankch schepphung ...

52r−54v

Passionsgebet, fünfteilig A: Ich pitt dich himlischer uater von dem all ... 53r A: Ich pitt dich furbas durch all der tugent wille die dein heilige sel vnd leib hett ... A: Ich pitt dich furbazz herr vater durch die grozzen zaichen die dein sun auf dem erdreich begangen hat ... 53v A: ICh pitt furbas herr uater van himelreich durch all die halssleg ... 54r A: Herr ihu xpe ich pitt dich an aufsteigunden an das chreucz tragunden ein durnernew chron Ich pitt dich das mich dasselb chreucz erlös ...

54v

Passionsgebet A: Hór tochter vnd siech dicz leid ich als vmb dich merkch mein grosse not ...

54v–55v

Passionsgebet, dreiteilig A: Herr himlischer uater durch deinen aingeporen sun ... 55r A: Herr himlischer vater durch deinen lieben sun durch seiner marter ere Durch seins tods ere durch seins plüts ere ... 55v A: Herr himlischer vater durch deinen eben herren vnd sun durch das erhört gepet daz er zu dir sprach ...

55v−57v

15 Ermahnungen an das Leiden Christi A: ICh man dich herr ihu xpe an die angst da du plütigen swaizz uor angsten swiczest an deinem gepet Ich man dich durch des gepettes willen daz du mein gepet erhorest ...

57v

Gebet einer Königin von Frankreich zu Christus am Kreuz, mit Ablass (vgl. Klapper [1935] Nr. 40)

58r−59r

zwei Passionsgebete A: Ich man dich herr an das laid das dein mueter an dir sach da du her das kreucz zu dem tod trugest ... A: O suezzer herr ihesu christ der du vmb vnser aller erlösung woldest ...

59r−60v

Anselm von Canterbury, Gebet zu Johannes (Auszug aus Oratio 12, deutsch; PL 158, 988–992, hier als Oratio 68).

62r–87r

Jordanus von Quedlinburg, 65 Gebete zur Passion, Auszug aus den 65 Artikeln zur Passion, wie in Nr. 43.1.71. und München, Cgm 638, 60ra–78vb

61v

Miniatur: Letztes Abendmahl

63v

Miniatur: Gebet am Ölberg

65v

Miniatur: Gefangennahme

67v

Miniatur: Christus vor Annas

69v

Miniatur: Christus vor Kaiphas

70v

Miniatur: Christus vor Pilatus

72v

Miniatur: Christus vor Herodes

74v

Miniatur: Geißelung

76v

Miniatur: Dornenkrönung

78v

Miniatur: Handwaschung des Pilatus

80v

Miniatur: Kreuztragung

83v

Miniatur: Große Kreuzigungsszene

85r

Miniatur: Kreuzabnahme

86v

Miniatur: Grablegung

88r

Stammbucheintrag 1583 Madlena von Herberstorff Geborne von Rattmanstorff

88v

Miniatur: Auferstehung

89r−98r

Osteroffizium Ü: Die metten an dem heiligen óstertag hebt ir also an Zon erst sprecht ain pater noster vnd ain aue ma Die genade des heiligen geistes sei mit vns in dem anfankch Amen Darnach hebt ir also an A: Herr tú auf meine lebsen Und so verkundet mein mund dein lob ... (wie Eger, Bischöfliche Bibliothek, Cod. B. V. 5, 1r–12r)

99r−113r

Ekbert von Schönau, ›Meditatio de humanitate Christi‹ oder ›Stimulus amoris‹, deutsch (auch Ps. Bernhard, PL 184, Sp. 953−966 oder Anselm von Canterbury zugeschrieben, PL 158, Sp. 748−761; auch in Nr. 43.1.93., 1r−23r und in Freiburg, Hs. 461, 295r–304v)

113r−113v

Anselm von Canterbury, Gebet zum Schutzengel (›Oratio‹ 62, PL 158, 967f.)

114r−116r

Petrus Damianus, Gebete zu Christus am Kreuz (›Orationes‹ 26, 27 und 25, deutsch; PL 145, 927, 927f., 926; vgl. Lilienfeld, Stiftsbibliothek, Cod. 100, 99r)

116r−117v

Anselm von Canterbury, Gebet zum hl. Kreuz (›Oratio‹ 4, deutsch; PL 158, 935–937)

117v−122v

Bernhard von Clairvaux, ›Rhythmica oratio ad unum quodlibet membrorum Christi‹, deutsch, gereimte Betrachtung über die Glieder Christi am Kreuz (PL 184, 1319–1324, 64 Strophen des 74 umfassenden Gedichtes, Reihenfolge geändert)

123r−128v

Petrus Damianus, Dreifaltigkeitsgebete, deutsch (ähnlich Klapper [1935] Nr. 9,1–3, aber andere Übersetzung, vgl. Chlench-Priber [2020] S. 144; lateinischer Text: PL 145, 917–924)

128v−131r

Hildebert von Lavardin, Dreifaltigkeitsgebet ›Oratio ad tres personas sanctissimae trinitatis‹, deutsch, in vier Teilen (PL 171, 1411–1413)

132v

Miniatur: Mariens letztes Gebet vor ihrem Tod

133r–141v

Anselm von Canterbury, Mariengebete aus den Orationes 7/II, 53, 5, 6, 7/I, 7/III; deutsch (PL 158, 948–960, als Orationes 52, 53 [nur hier zugeschrieben], 50, 51, 52, 52; auch in Nr. 43.1.5.; Augsburg, UB, Cod. I.3.8º 4, 17r−39v; das erste auch in Lilienfeld, Stiftsbibliothek, Cod. 100, 112r; (alle anders als Klapper [1935] Nr. 18–24; 137r und 139r andere Übersetzung als Klapper [1935] Nr. 21 und 22, s. u. 143v und 147v; vgl. Chlench-Priber [2020] S. 173)

141v−143v

Johann von Neumarkt, Tagzeiten zum Mitleiden Mariens Typ 1 (Klapper [1935] Nr. 2,6−13; auch in Nr. 43.1.41., 150r–157v, Nr. 43.1.109., 115v−119v, 43.1.119., 7r–15v, Nr. 43.1.123., 205r−209v, Nr. 43.1.163., 186r−192v, Nr. 43.1.179., 86v−90v, Nr. 43.1.210., 97r−133v)

143v−145v

Johann von Neumarkt, Anselms Mariengebet IV. (wie 137r–139r ) (Klapper [1935] Nr. 21)

145v−147v

Johann von Neumarkt, Mariengebet (ähnlich Klapper [1935] Nr. 98,1 und 2)

147v−149v

Johann von Neumarkt, Anselms Mariengebet V. (wie 139r−140v) (Klapper [1935] Nr. 22)

149v−151r

zwei Mariengebete A: O du allermochtigiste chayserin aller wirdichait du edle chúniginn aller miltichait ... (in Nr. 43.1.25., 2r–3v als Ablassgebet von Papst Innozenz VI. für Herzog Albrecht II. von Österreich bezeichnet [2r dits gepet ist von venedig gen wienn gesandt worden herczog albrechten zu ainer schaukchung]; auch in Nr. 43.1.9., 133r–135r, Nr. 43.1.53., 147v–155v, Nr. 43.1.60., 4r–13r; Nr. 43.1.73., 49r–51v; 43.1.77a., 60r–64v; Nr. 43.1.202., 112r–113v und Wien, Cod. Ser. nov. 39035, 154v–157v) 150r A: Ich gruezz dich edlew iunckfraw Maria du edlew plum vnd palm du pist der prúnnin der pawm der himlischen tugent ...

151r−152v

Sieben irdische Freuden Mariens (Auferstehungs-Typus) mit Ps. 120

152v−153v

Mariengebet A: O vngemailigtew vnd ewich gesegent iunckfraw kuniginn aller creatur ... ähnlich wie 135r/v

153v−156r

Anselm von Canterbury, ›O beatissima et sanctissima semper virgo Maria‹, deutsch (PL 158, 942–944; vgl. Lilienfeld, Stiftsbibliothek, Cod. 100, 4r)

156r−161v

Anselm von Canterbury, Heiligengebete an Maria Magdalena (2) und Nikolaus (in 4 Stücken) (aus den ›Orationes‹ 16/I und 14; PL 158, 1010ff. und 999–1004; das zweite und das letzte auch in Eger, Bischöfliche Bibliothek, Cod. B. V. 5, 12r–14r, 55v)

162r−174r

Tagzeitengebete zur Passion, mit Ablass Papst Urbans VI. (1378−1398) (auch in Nr. 43.1.5., 40v−62v, Nr. 43.1.41., 172r–245v, Nr. 43.1.167., S. 36–175 und Salzburg, Stiftsbibliothek, Cod. 23 E 20, 158r)

174r−177r

Johann von Neumarkt, Tagzeiten vom Leiden Christi (Klapper [1935] Nr. 1,7−14, Matter [2017] S. 146; nach Chlench-Priber [2020] S. 228 Typ 1; auch in Nr. 43.1.93., 31r−36r, Nr. 43.1.110., 155r–160v, Nr. 43.1.123a., 128r–134r, Nr. 43.1.124., 43r−54v)

177r−196r

Anselm von Canterbury, Gebete und Meditationen aus den ›Orationes‹ 7, 2, 10, 2, 14, den ›Meditationes‹ 2, 3 und der ›Oratio‹ 1 (alle auch in Eger, Erzbischöfliche Bibliothek, Cod. B. V. 5)

196v−202r

Stundengebete für Herzog Albrecht V., Tagzeiten zum Lob des Herrn und Mariens Ü: Hie hebent sich an die tagczeit zu lob dem herrn hailer vnd der iunckfrawen marie seiner mueter uon der emphahung ihu kristi Daz ist die metten A: Herr du wirdt auf tun mein leffs vnd mein mund wirt kunden dein lob ... 197r deinen diener Albrechten ...

202r–209v

Heiligengebete (Michael, Johannes d. T., jeder Apostel einzeln)

202r

Historisierte Initiale: Michael A: Sand michel ein erczengel vnser herren iesu cristi der da kom zu hilf dem uolkch gots ...

202v

Historisierte Initiale: Johannes der Täufer A: Sand iohannes gotes tauffer der du uerdient hast mit deinen hennden tauffen in dem wazzer ...

202v

Historisierte Initiale: Petrus A: O heiliger czwelifpott vnd priester sand peter der du hast gewaltt vnd macht zu pinten ...

203r

Historisierte Initiale: Paulus A: Heiliger zweliffpot gots sand paul ein uazz der erwellung ich pitt dich mit meinem sundigen mund ...

203r

Historisierte Initiale: Andreas A: SAnd Andre ein zwelifpot vnsers herren ihesu xpi der da hat sten lazzen das schiffel vnd hat versmacht das necz der visch ...

203v

Historisierte Initiale: Jakobus minor A: SAnd Jacob zwelifpott ich pitt dich durch der gnaden willen daz du uerdienst hast ...

203v

Historisierte Initiale: Johannes d.Ev. A: SAnd Johanns zwelifpot vnd chostleicher ewangelsist des herren der uon christo ihu mit ainer besunder vorgab der keusch ist lieb gehabt ...

204r

Historisierte Initiale: Jakobus maior A: Heiliger sand iacob zwelifpot vnsers herren ihesu christi ein pruder iohannis ...

204r

Historisierte Initiale: Philippus A: SAnd philipp zwelifpot vnsers herren ihesu christi der da uon dem aingeporen sun des almachtigen herren ...

204v

Historisierte Initiale: Thomas A: Heiliger sand thoman zwelpot der du hast mit dein aigen henden die seýten ...

204v

Historisierte Initiale: Bartholomäus A: SAnd pertelme ein lieber zwelifpot got des herren Ich pitt dich ...

205r

Historisierte Initiale: Matthäus A: Heiliger sand Matheeus czwelifpott vnd ewangelist gots Ich pitt dich durch der parmherczichait ...

205r

Historisierte Initiale: Simon A: Sand Symon zwelifpot durch den der dich uon der werlt erwelt hat ...

205r

Historisierte Initiale: Thaddäus A: SAnnd Thadee zwelifpot Ich pitt dich durch des willen der dich nu gemacht hat zu einem frewnt ...

205v

Historisierte Initiale: Matthias A: SAnd mathias zwelifpot Ich pitt dich durch der lieb des herren der dich an die stat Judas ...

205v–209v 24 weitere Heiligengebete: Apostel gemeinsam A: Ir heiligisten vnd liebisten zwelifpotun gots ewch hat got der herr erbelt ... 206r A: Almachtiger got der du dein zwelifpoten hast geben den heiligen geist ... Gebete zur Dreifaltigkeit Ü: Ein gebet zu dem got dem vater A: Obrister got vnd heiliger vater ich pit daz du dich erparmst uber mich daz ich schuldiger der sunden ... Ü: Zu got dem sun ein gepet A: Ihesu xpe das wort gots vater der da mensch ist warden ... Ü: Ein guet gepet uon dem heiligenn geist 206v A: Aller peder gots uater vnd gots sun heiliger geist verleich mir ... Ü: Von der heiligen driualtikait A: O heiligew driualtichait die du driualt pist in den person vnd vngetailt in den gaben ... Maria A: O maria besunderew muter gots furprehunder stern des meres ein spiegel der iunckfrawschafft ... Neun Engelschöre A: Ir newn chor der engel die in geistleicher spehung sehent got ... 207r Johannes d. T. A: Iohannes christi tauffer du hast gehort das wort ... alle Apostel gemeinsam A: O ir edeln zwelfer vol geistleichs mosts ... Märtyrer A: O ir seligen zewgen xpi die ir gewant haben gewaschen in plut ... 207r Bekenner A: O ir heiligen peichtiger all der werck ... 207v Jungfrauen A: All ir heiligen Junkchfrawn ir seit xpo anhengig gewesen ... Alle Heiligen A: Mit gelaubigen gemuet pitt ich ew all himlisch purger ... Maria A: O maria vngemaligte iunckfrawn vnd pererin gots ... 208r A: Gegrust seist du maria ein glori der engel ... A: Du allerheiligiste gotes pererin iunckfraw maria chunigin der himel ... 208v A: Hailer der werlt hail vns allsampt Maria du heilige pererin gots ... A: Erhör herr das pett der andachtigen ... A: Ubersiech herr ubersiech vnsern sunden vnd wie wol das ist ... 209r A: Chrefftig mich heut gotes mochtichait lait mich gotes suns weishait tugent mich des heiligen geistes ... A: Almachtiger ewiger got als du pist ein lon der gerechten vnd ein parmherczichait der sunder ... 209v A: Mein fraw küniginn mit dir ist gehailbertigt all werld nym heut deinen diner A in deinen segen ... A: O herre ihu xpe almachtiger gotes sun ich emphilich dir heut vnd zu allen zeiten mit der gemain aller kristenhait ...

210r−216v

Sieben Bußpsalmen mit Litanei, Fürbitten Litanei: Märtyrer: Stephan, Laurenz, Vincenz, Georg, Vitus, Fabian, Sebastian, Achatz, Christof, Erasmus, Florian. Beichtiger: Silvester, Augustin, Gregor, Hieronimus, Ambras, Nikolaus, Antonius, Lienhart, Wolfgang. Jungfrauen: Maria Magdalena, Agnes, Agatha, Cecilia, Lucia, Gertraut, Katharina, Barbara, Dorothea, Margarethe, Anna, Elisabeth, Helena, Ursula

I. Kodikologische Beschreibung:

Pergament, I + 221 + I* Blätter (fehlerhaft gezählt: Bl. 219, zusätzlich: Bl. II, 126*, 155*; siehe manuscripta.at), zwei Vor- und ein Nachsatzblatt, 205 × 145 mm, Textura von einer Hand, einspaltig, 27 Zeilen, zahlreiche Textkorrekturen am Rand in einer Kursive des 15. Jahrhunderts (zu den Korrekturen siehe Nimmervoll [1973] S. 10–17), schwarzes Lineament, Punktierung am äußeren Rand noch sichtbar, Schriftspiegel 155 × 100 mm, schwarz ausgegrenzt, 16 siebenzeilige historisierte Initialen (1r, 202r– 205v) und acht Akanthusrankenblattinitialen mit blauem, grünem oder rosa-lila Buchstabenkörper auf goldenem, zumeist punziertem Grund und/oder rosa-, grün-, blau- oder ockerfarbigem Grund, darunter eine elfzeilige (99r), sechs siebenzeilige (62r, 89r, 114r, 133r, 196v, 210r) und eine dreizeilige (174r). Von diesen Initialen gehen feine Blattranken mit Blüten aus. Ungefähr 340 zwei- bis vierzeilige, zumeist jedoch dreizeilige Initialen, wechselweise in Blau mit feinem rotem Fleuronné oder Blattgold mit blauem Fleuronné, vom Florator A der Ambraser Bibel (Wien, Cod. 1187, Bd. 2 und 3), der zudem Nürnberg, Cod. 22930 und Wien Cod. 3728 ausstattete. Abwechselnd blaue und goldene einzeilige Lombarden, Rubriken in Gold oder Blau. Außergewöhnlicher Prunk-Originaleinband aus grünem, silberdurchwirktem Seidenbrokat, fünf silberne Buckel.

Schreibsprache:

mittelbairisch (Nimmervoll [1973], Ochsenbein [1979]); bairisch-österreichisch Chlench-Priber [2020]).

II. Bildausstattung:

17 ganzseitige Miniaturen vom sog. Albrechtsminiator (18v, 61v, 63v, 65v, 67v, 69v, 70v, 72v, 74v, 76v, 78v, 80v, 83v, 85r, 86v, 88v, 132v), 16 siebenzeilige historisierte Initialen (1r, 202r, 202v [2], 203r [2], 203v [2], 204r [2], 204v [2], 205r [3], 205v).

Format und Anordnung:

Die Miniaturen befinden sich nicht im Lagenverbund. Alle ganzseitigen Miniaturen sind verso angelegt bis auf die der Kreuzabnahme (85r), die recto steht, damit der Textbezug zur gegenüberliegenden Versoseite deutlich ist. Die Anordnung der historisierten (Heiligen-) Initialen ist durchdacht, indem die Heiligen immer dem Gegenüber auf der anderen Seite zugewandt sind. Nur Mathias in der letzten Initiale dagegen schaut geradeaus, da ihm ein Gegenüber fehlt (205v).

Bildaufbau und -ausführung:

Die Miniaturen werden im Wechsel unterschiedlich gerahmt: rein goldene Rahmen korrespondieren mit Deckfarbenranken mit parallel ansetzenden, stumpf abgeschnittenen Blättern, die sich um kleine stilisierte Fantasieblüten rollen und in Fibrillen auslaufen. Innen goldene und außen grüne oder blaue Rahmen in Deckfarben dagegen sind abgestimmt auf dreiseitige Bordüren aus feinen goldenen Filigranranken, die sich in der gleichen Weise um Fantasieblüten rollen und stark von den Fibrillen dominiert werden. Wappen in den Ranken auf 18v, 62r. Diese wechselweise Rahmengestaltung kollidiert zweimal (80v und 83v, 88v und 132v, was möglicherweise auf Verluste zurückzuführen ist). Sowohl zu den Marien- und Dreifaltigkeitsgebeten als auch zu den Bußpsalmen würde man eigentlich Miniaturen erwarten.

Die Hintergründe sämtlicher Außenszenen sind in dunklem Karminrot gehalten, auf das feine goldene Filigranranken mit kleinen blauen Blüten gemalt sind. Innenräume werden mit flachen Decken in Grün oder Blau, beim Abendmahl (61v) mit einem goldenen Sternenhimmel auf Blau nach oben begrenzt. Für die Inszenierung der Geißelung und der Dornenkrönung Christi wird mittig in den Raum eine Säule eingestellt (74v, 76v). Die fünf Vorführungen Christi sind alle sehr ähnlich aufgebaut, da Christus unbewegt mit vor dem Bauch gefesselten Händen immer an derselben Stelle links der Mitte positioniert wird. Hinter ihm sind jeweils drei bis vier unterschiedliche Schergen sichtbar, hinter denen sich weitere gruppieren, die aber nur durch eine Helmstaffelung erkennbar sind. Christus steht in der immer selben Weise vor seinen Richtern und auch diese sitzen ihm an der immer gleichen Position rechts im Bild gegenüber. Eine Varianz wird nur durch kleine Änderungen der Raumumgebung und durch leichte Veränderungen bei den Begleitern Christi geschaffen. Die Vorführungen Christi vor Hannas und Kaiphas finden in sich ähnelnden Räumen mit rosafarbenen Wänden, zwei Fenstern in der Rückwand und einem bzw. zwei gewölbten Nebenräumen statt, in deren Durchgang Hannas bzw. Kaiphas sitzen. Für die Vorführung vor Herodes wird in einen ähnlichen Raum mittig ein baldachinförmiges, weißes Gewölbe eingezogen (72v). Diese Gewölbeform ist charakteristisch für die böhmische Tafelmalerei (vgl. Pirker-Aurenhammer [2002] S. 27). Die beiden Vorführungen vor Pilatus dagegen finden draußen statt, wobei Pilatus auf einem baldachingekrönten Thron sitzt. Die Personen stehen entweder auf einem grauen Fußboden, der für Außenszenen etwas heller und unregelmäßig angelegt ist, für Innenszenen aber gleichmäßig dunkelgrau, oder auf Rasenstücken mit kleinen Blümchen (63v, 65v, 86v, 88v). Nach vorne werden die Szenen in Innenräumen mit einem häufig schlicht gehaltenen, gelegentlich etwas aufwendiger gestalteten Architekturrahmen abgeschlossen. Eine Ausnahme in der Gestaltung des Innenraumes bildet die Messszene mit Herzog Albrecht (18v), die in einem gewölbten Kirchenraum stattfindet. Herzog Albrecht im schwarzen Gewand nimmt an der Kommunion hinter einem halbhohen roten Tuch mit goldenem Muster teil. Er kniet halb verdeckt am äußersten rechten Bildrand, ist aber unverkennbar porträtiert (vgl. das Porträt Albrechts im KHM Wien, Porträtsammlung Schloss Ambras).

Die zarten, schlanken Personen stehen steif bis teilnahmslos, ohne Merkmale einer Bewegung, wodurch die Wirkung der Bilder nüchtern und emotionslos ist. Zudem wird die Passionsgeschichte nicht ausgeschmückt, sondern auf das Wesentliche reduziert. An dieser Wirkung ändert auch die hohe feinmalerische Qualität und technische Perfektion nichts. Der Albrechtsminiator wiederholt, wie an den Vorführungen Christi gezeigt, seine Kompositionen immer wieder und nutzt Stereotype; dies ist deutlich zu sehen an den starr geradeaus blickenden Gesichtern und der in harten, kantigen Falten fallenden Kleidung. Interaktion wird dadurch kaum realisiert, die einzige Szene, in der sich Personen ansehen, ist die Abendmahlsszene, in der Judas und ein Jünger im Vordergrund miteinander sprechen. Der kniende Scherge in der Dornenkrönung (76v) blickt Christus an und ihm sind wohl als einzigem auch seine Emotionen anzusehen. Ansonsten beschränken sich die Interaktionen auf Fingerzeige wie in den Vorführungen Christi. Bäume und Felsen als die einzigen Landschaftselemente gibt der Albrechtsminiator stilisiert wieder, sie sind dekorativ-ornamental und gleichmäßig auf geometrische Art gestaltet.

Bei einigen Bewegungen und Haltungen sind Unstimmigkeiten zu sehen, die darauf schließen lassen, dass der Albrechtsminiator wohl verschiedene Vorlagen benutzt hat. Bisher ist nur eine konkrete Vorlage aus der Wiener Tafelmalerei der 1420–30er Jahre nachweisbar (für die ganzseitigen Passionsbilder gab es in der Wiener Buchmalerei keine Tradition bzw. Vorbilder; vgl. Rischpler und Pirker-Aurenhammer in MeSch V [2012] S. 76). Die Ölberg-Tafel vom Meister der St. Lambrechter Votivtafel in Colmar, Musée Unterlinden, wird auf 63v bis in Details wie den Flechtzaun im Hintergrund oder die aufliegenden Falten der Gewänder zitiert. Ob diese Votivtafel zu einem größeren Passionsaltar gehörte, von dem mehrere Szenen Eingang in das Gebetbuch fanden, ist unbekannt. Die Verwendung einer Vorlage lässt sich auch bei der Auferstehung vermuten, da Christus über dem Rasen schwebt statt über dem Grab. Der vorne links stehende Scherge beim Verhör Christi vor Pilatus auf 70v hat zwischen seinen Beinen ein drittes, blaubestrumpftes Bein stehen, das nicht zu dem seitlich hinter ihm Stehenden gehören kann. Hier hat der Maler wohl versehentlich ein Bein der Vorlage übernommen, nicht aber den restlichen Körper. Auch die Handhaltung Christi bei der Dornenkrönung (76v) wirkt unstimmig, da Christus nichts in der Hand hält. Vermutlich hielt er in der Vorlage einen Stab, die gleiche seltsame Handhaltung zeigt er jedoch auch bei der Kreuzabnahme (85r). Ähnlichkeiten mit der Wiener Tafelmalerei rühren vor allem von der kantigen Faltengebung her, die sich auch finden lässt auf dem Altar in der Stiftsgalerie Klosterneuburg von 1420/30 des Darbringungsmeisters (und deren Repliken in Wien, Belvedere Inv. Nr. 4829, 4896; vgl. Baum [1971 S. 35–38]). Die gleiche Art der Gewandgestaltung und einige der Bewegungsmuster vom Huntington-Kreuztragungstäfelchen (Huntington Library, in San Marino) und die Handschrift Budapest, Bibliothek des Piaristenordens, CX2, vor allem 74v und 194v können vorbildhaft für den Albrechtsminiator gewesen sein (Rischpler und Pirker-Aurenhammer in MeSch V [2012] S. 77f.). Beeinflusst wurde der Albrechtsminiator zudem wie oben kurz skizziert von der böhmischen Kunst, z. B. vom Wittingauer Altar (Prag, Böhmen um 1385/90), auf dem das ungewöhnliche Gewölbe, unter dem Katharina, Maria Magdalena und Margareta stehen, bei Christus vor Herodes ähnlich wiederholt wird (72v). Daher will Nimmervoll (1973, S. XXII) den Albrechtsminiator von Böhmen eingewandert wissen. Möglich ist aber auch eine Herkunft des Malers aus Wien in Kombination mit einer Ausbildung in Prag oder durch böhmische Maler (so Rischpler in MeSch V [2012] S. 61 und Pirker-Aurenhammer [2002] S. 26f.). Bekannt ist, dass er seit 1420 in Wien ansässig und bis 1452 am Wiener Hof tätig war (Schmidt [1963] S. 106).

Von der Hand des Albrechtsminiators sind nur diese Miniaturen und die Miniatur im Gebetbuch Albrechts in der Stiftsbibliothek Melk, Cod. 1080 (Nr. 43.1.110.) bekannt. Abgesehen von diesen beiden Werken schuf er zahlreiche Initialen in 17 weiteren Werken (vgl. die Werkzusammenstellung bei Pirker-Aurenhammer [2002] S. 87f., ergänzt von Rischpler in MeSch V [2012] S. 58–60 und Fingernagel [2015] S. 18f.).

Bildthemen:

Nur vier Texte des umfangreichen Gebetbuches wurden illustriert. Die meisten Miniaturen erhielten mit einem 14-teiligen Passions-Zyklus die 65 Gebete zu den Artikeln Jordanus’ von Quedlinburg. Dargestellt sind das Abendmahl, das Gebet am Ölberg, die Gefangennahme Christi, vier Vorführungen Christi vor Annas, Kaiphas, Pilatus und Herodes, die Geißelung, die Dornenkrönung, Christus vor Pilatus und Handwaschung, die Kreuztragung, die Kreuzigung, die Kreuzabnahme und die Grablegung. In diesem Zyklus werden mit gleich fünf Bildern die mehrfachen Vorführungen Christi gezeigt. Auch in der zweiten illustrierten Fassung des Textes von Jordanus in der Handschrift Nr. 43.1.71. werden diese Szenen illustriert, dort erhielt jedoch jedes der 65 Gebete eine Miniatur. Nur drei weitere kleinere Texte wurden illustriert, die Kommuniongebete Johanns von Neumarkt mit der Messfeier (18v), das Osteroffizium mit der Auferstehung (88v) und die Mariengebete mit Marias letztem Gebet (132v). Die Miniaturen stehen immer zu Beginn der Texte, lediglich bei den Kommuniongebeten steht die Miniatur mit der Gregorsmesse (18v) direkt vor dem Text zum Empfang der Kommunion.

Die textlichen Übereinstimmungen mit dem Gebetbuch Lilienfeld, cod. 100 rühren daher, dass auch dieses Gebetbuch wohl in Melk geschrieben worden ist (vgl. zu dem Lilienfelder Gebetbuch Rischpler [2009] S. 63). Auch diese Übereinstimmungen können ein Hinweis auf den Schreibort Melk der Gebetbücher Albrechts sein.

Farben:

Grün, helles Gelb-Grün, Blau, Ultramarin, Lila, Rosa, Weiß, Zinnober, Gelb, Karminrot, Hellgrau, Ocker, helles Violett.

Digitalisat:

https://viewer.onb.ac.at/1001B38F (schwarz-weiß)

Literatur:

Denis (1795) I,3, Sp. 3176−3178, Nr. DCCCCXLIII; Hoffmann von Fallersleben (1841) S. 314, Nr. CCLXXXIV; Waagen (1867) S. 16f.; Tabulae 2 (1868) S. 121f.; Menhardt 1 (1960) S. 218f.; MeSch V (2012) S. 71–80. – Gottlieb (1900) S. 14; Menčik (1910) S. XX; Holter/Oettinger (1938) S. 104−106; Holter (1939) Nr. 80; Haimerl (1952) S. 112; Stange 11 (1961) S. 38, Abb. 73 (80v); Schmidt (1963) S. 106; Friedrich III. (1966) S. 390, Nr. 211; Schmidt (1967) S. 134−178, S. 157, 160; Haimerl (1952) S. 112; Unterkircher (1967a) S. 102−105, Taf. 21 (80v); Nimmervoll (1973) mit Abb. S. 385a−c (61r, 88v, 202v); Mazal (1975a) S. 88, Farbabb. 62 (88v/89r); Ochsenbein (1977) S. 151, Anm. 15; Ochsenbein (1979) S. 87, Anm. 4; Ochsenbein (1980f) Sp. 1123f.; Musik im mittelalterlichen Wien (1986) S. 114f., Abb. S. 115 (18v); Ochsenbein (1989); Kadlec (1987) Sp. 526f.; Fingernagel (1996) S. 77, 85−88, Farbabb. 61v; Pirker-Aurenhammer (2002) S. 23 Anm. 7; Pfändtner (2011) S. 24, Abb. 324 (83v); Schmidt (2006/2007) S. 47f., Abb. 31 (18v) MeSch V (2012) S. 71–80, Taf. 15f., Abb. 135–142, 642; Fingernagel (2015) S. 18f., 22, 25 Anm. 36, Abb. 8 (18v); Hamburger/Palmer (2015) S. 416f.; Chlench-Priber (2020) S. 10, 72, 83, 102, 114, 144, 172–179, 228, 236, 303.

Weitere Materialien im Internet:

manuscripta.at; handschriftencensus