KdiH

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43.1.70. Hannover, Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Nieder­sächsische Landes­bibliothek, Ms I 80

Begonnen von Regina Cermann, fortgeführt von Isabel von Bredow-Klaus

Ergänzung zum gedruckten KdiH

Datum der Veröffentlichung: 03.11.2016

Datierung:

Um 1430.

Lokalisierung:

Norddeutschland.

Besitzgeschichte:

Weibliche Formen im Text lassen auf eine Frau als Erstbesitzerin schließen. Auf 1r finden sich unten rechts, miteinanderverbunden, die Initialen JHL, darunter die Jahreszahl 1525, auf Iv der Eintrag Ernst Lüdeking 1820, 4. a quo (Ernst Lüdeking) Regiae Bibliothecae oblatus est liber saeculi XV. d. 3. Aprilis 1829 hic liber foliis XXVI. Primi folii pagina secunda incipit verbis ›O maria iuncvrowe‹: Quae secundus folia numeros habent I-XXVII in fine non pauca deeße videntur.

Niederdeutsches Gebetbuch mit einem Zyklus von Reimgebeten.

Inhalt:
1v

A: O maria iuncvrowe vterkoren. Got wolde suluen van dy werden gheboren He kos di to ener moder ...

2r

Miniatur: Verkündigung. Dyt is de boͮdeschap vnser leuͮen vrowen

2v

A: Ghe louet vnd benedyet sistu reyne konyngynne. aller bedroueden eyn trosterynne ...

3r

Miniatur: Heimsuchung. Hijr kuͮmpt maria tho elyzabeth

3v

A: Ghe louet und ghe eret sistu maria jummermer. du hefst ghe telt sunderwe ...

4r

Miniatur: Maria betet das Kind an. Hijr geteͤld maria vnsen leuͮen heren

4v

A: Wes ghe louet maria reyne rose ane dorne. Du hefst ghelesschet godes torne ...

5r

Miniatur: Kindbett Mariens. Hijr licht vnse leue vrowe in dem kindelbedde

5v

A: O aller ellende eyn to vlucht. Dineme leuen kinde dat offer wart ghe bracht ...

6r

Miniatur: Anbetung der Könige. Hijr bringhen de hilghen dre koninghe dat offer vnsem herrn

6v

A: O maria juvrowen [!] bouen allen iuncvrowen. dines kerghanges mochstu di wol vrouͮwen ...

7r

Miniatur: Darbringung im Tempel. Hij offer maria ere kind in den tempel

7v

A: O edele here ihu crist. In groten eren du ghe reden bist. To iherusalem in de stat ...

8r

Miniatur: Einzug nach Jerusalem. Hijr ryd vnse here in iherusalem

8v

A: O leue here du bist dat ewighe leuent. du hefst vns dat sacrament ghe gheuen ...

9r

Miniatur: Abendmahl. Hijr spyzed vnse here syne yunghere

9v

A: O almechtighe schepper vnd here. Ik bidde di huten also sere Dat du dorch dat bet din. woldest nummer uor gheten my ...

10r

Miniatur: Christus auf dem Ölberg. Hijr bedet vnse herr ...[Rasur] gharden

10v

A: O here vader vnde sote got. wente alle dink staen an din ghebot Du slogest myt eyme worde neder ...

11r

Miniatur: Häscher weichen vor Christus zurück. Hijr vallen vnsen heren to rugge do se vnsen heren wolden vaen

11v

A: O alweldighe vader sabaoth. du hemmelsche vader vnde ware got. Du woldest ghevangen werden ...

12r

Miniatur: Gefangennahme. Hijr vorred judas vnsen leuen heren

12v

A: Ik vor mane di leue here myn. Dat du alle tijd woldest denken myr. Unde woldest losen myner sunden bant ...

13r

Miniatur: Christus vor Annas. Hijr wert vnse here gebrach vor annas

13v

A: Ik vor mane di leue here vorbas al se di de ioden vorden vor kayphas. Se gheuen di vil mennighe slach ...

14r

Miniatur: Christus vor Kaiphas. Hijr bringht me vor cayphas vnsen heren

14v

A: Ik vor mane di leue here to der stunt. alse di de ioden an speyden in dine munt. Se bunden di to dine benediden oghen ...

15r

Miniatur: Verspottung. Hijr bespotten se vnsen heren vnd vorbinden em syne oghen

15v

A: Ach got dorch dine barmherticheit. wat smaheyt is dy anghelech. Du wordest ghe vovret vor herodes ...

16r

Miniatur: Christus vor Herodes. Hijr bringht me vnsen heren vor herodes

16v

A: Ik vor mane dy leue here to den stunden. alse du an de sul wordest ghebunden. Din hilghe lichnam wart toslaghen gar ...

17r

Miniatur: Geißelung. Hijr gheyslet me vnsen heren vmme de sule

17v

A: Ik vor mane di leue here scone. dorch de dornen krone. De din benediede houet entfenk ...

18r

Miniatur: Dornenkrönung. Hijr wert unse herr ghecroned

18v

A: O mylde vnde gutlike got. wente alle dink steyt an din gebot Du stundest vor pylatus deme richter dyn ...

19r

Miniatur: Christus vor Pilatus. Hijr gyft pylatus dat ordel ouͮer vsrn heren

19v

A: O alder leueste scepper vnd alder werlde heylant. Ik vor mane di an deme swaren ghange Den du to der martele ghyngest ...

20r

Miniatur: Kreuztragung. Hijr drecht unse herr dat cruͮce

20v

A: Ik vor mane di leue here to den stunden. also du swarliken wordest ghe bunden Unde an dat cruce gheslaghen ...

21r

Miniatur: Annagelung. Hijr negheld me vnsen heren in dat cruce

21v

A: Ik vor mane dy vnde dank dy alder leueste got. vmme alle dine smerte lident vnde spot Dattu leden hefst also ...

22r

Miniatur: Kleine Kreuzigung. Hijr henghed vnse herr in deme cruce

22v

A: Ik vor mane dy leue here scepper myn. Vmme alle din not vnde pyn De du vmme vnsen willen hefst gheleden ...

23r

Miniatur: Kreuzabnahme. Hijr nympt me vnsen heren van deme cruͮce

23v

A: O du leue here vterwalt. Du wordest an en graff ghelecht Dar ynne du rouͮwen woldest hauen ...

24r

Miniatur: Grablegung. Hijr lecht me den heren in dat graff

24v

A: Ik vor mane dy leue here an desser vryst. Alse du to der helle gevaren bist Do du dar henne quemest gheghangen ...

25r

Miniatur: Christus in der Vorhölle. Hijr tobrekt vnse here de hele

25v

A: Ik vor mane di leue here ihesu crist Alse du van deme dode vpghestan bist Dat sulue is ok bewiset an yonas ...

26r

Miniatur: Auferstehung. Hijr steit vp vnse here van deme dode

26v

A: Ik loue vnd danke vnd wil eren dy. Dattu leue her hefst vorlaß my Du hefst ghegoten den dure blut ...

I. Kodikologische Beschreibung:

Pergament unterschiedlicher Dicke, I (alter Innenspiegel) + 26 Blätter, 137 × 107 mm, leicht unregelmäßig, unbeschnitten (Löcher für Lineament am Rande noch vorhanden), mittelalterliche Zählung der Illustration mit römischen Zahlen in der Mitte oben, moderne Bleistiftfoliierung oben rechts, Lagenformel: III+39 (+1,3,6), 2 III+223 (+13,19), III-3 (nach 26)26, Schriftspiegel 92−117 × 68−85 mm, Textura von einer Hand, einspaltig, 14−19 Zeilen, Lineament und Linierung mit schwarzer Tinte, rote Versalien, Rubriken, ein- bis zweizeilige Lombarden in Rot und Blau.

Schreibsprache:

niederdeutsch.

II. Bildausstattung:

25 Miniaturen von einer Hand.

Format und Anordnung:

25 ganzseitige, zweifarbig gerahmte Miniaturen mit daruntergesetztem Bildtitulus (2r, 3r, 4r, 5r, 6r, 7r, 8r, 9r, 10r, 11r, 12r, 13r, 14r, 15r, 16r, 17r, 18r, 19r, 20r, 21r, 22r, 23r, 24r, 25r, 26r), 100−109 × 75−78 mm. Alle Bilder befinden sich recto, ihnen gegenüber verso der passende Text.

Bildaufbau und -ausführung:

Der expressive Malstil schafft sehr frisch wirkende Szenen, in denen die lebhaft gestikulierenden Personen häufig über den Bildrand hinaustreten. Künstlerisch sind die Miniaturen nicht immer ausgereift, aber dennoch meistens fein im Malstil und ausdrucksstark.

Die Hintergründe sind aus einfarbigem Grund gebildet: geritztes und punziertes Blattgold auf 2r, 4r, 7r, 8r, 10r, 11r, 17r (+ Blüten) und 23r, Orange mit roten Ranken auf 3r und 19r, Altrosa mit weißem Rankenmuster auf 5r (mit weißen Sternen), 13r, 16r, 24r (mit goldenem Rahmen) und 26r, Blau mit weißen Sternen auf 18r (plus goldener Rahmen) und 25r, Schwarz mit weißem Rankenmuster auf 6r, 9r, 12r, 20r und 21r, Schwarz mit weißen Sternen auf 1r und 14r, Rosa mit Gittermuster in Blau, Silber und Weiß auf 22r, Grün mit Rot: 15r (mit zusätzlichen goldenen Rahmen). Die Rahmen sind zweifarbig Ton in Ton, entweder mit einer weißen Linie oder Schlangenlinie gehöht (bei grünem Rahmen mit Rot). Die Farbe des Rahmens nimmt bei den meisten Miniaturen die vorherrschende Farbe der Miniatur auf.

Der Horizont ist auf einigen Bildern sehr hoch gelegen, wodurch das Tableau die Geschehnisse fast in Vogelperspektive zeigt (10r, 11r) und man über die im Miniaturformat gemalten Landschaften hinweg auf die eigentliche Szene schauen kann. Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang die kleinen Tore zum Garten Gethsemane, der von einem kniehohen Flechtzaun umgeben wird. Vor dem Zaun sind im Vordergrund kleine Bäume platziert, aber so klein, dass sie ebenfalls nur kniehoch sind. Die einzige Innenraumszene ist die Darbringung, die perspektivisch gut gelöst ist. Im Bildhintergrund ist ein grünes und rosa Gewölbe mit Fenstern zu sehen, die den Blick auf den goldenen Hintergrund freigeben. Ikonografisch etwas ungewöhnlich ist das Vorhangmotiv bei Jesu Vorführung bei Hannas 13r und bei Kaiphas 14r. Dieses ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass die Szenen sich in einem Tempel abspielen.

Wichtig sind dem Maler modische Details der Kleidung, z. B. das kurze Wams und die goldenen Gürtel bei den hl. Drei Königen 6r oder den Soldaten der Verspottung 15r. Das weiße Gewand auf 15r ist beispielsweise mit vielen feinen Silber- und Goldstiftschraffuren versehen. Aber auch andere Details sind ihm wichtig wie der gelb-rote Strick, an dem Jesus nach Golgatha geführt wird. Großer Wert wird auch auf die sorgfältige Gestaltung der goldenen (zweimal blauen [2r, 4r]) Nimben mit einem weißgepunkteten Rand gelegt. Neben der Materialität des Goldes ist die des Holzes der Gartentüren und des Kreuzes mit der Maserung gut gelungen. Die Stein- oder Marmormaterialität wiederzugeben, gelingt dagegen deutlich weniger überzeugend.

Unter dem reichen Faltenwurf ist die Körperlichkeit der sehr gelängten, schlanken Figuren gut zu erkennen. Oft werden die Konturen mit Silberstift gezeichnet, gelegentlich auch mit schwarzer Feder, die auch für die Frisuren, Münder und Augen verwendet wird. Vorzeichnungen mit Blei- oder Silberstift bleiben oft sichtbar, besonders deutlich zu sehen in der Darbringung (7r). Das gelegentlich grünlich-rosa Inkarnat der Gesichter ist stark mit Weiß gehöht, Mund und Augen darauf mit Schwarz gemalt, Nasen werden nur durch einen Bogen angedeutet, der Nasenrücken durch eine weiße Höhung. Die Münder bestehen nur aus einem schwarzen Strich. Dadurch sind die Gesichter bei den Nebenfiguren sehr ähnlich, aber selbst bei den Protagonisten liegen die wesentlichen Individualitätsmerkmale in der Haar- und Barttracht. Die Expressivität kommt durch ausgeprägte Gestik, nicht durch Mimik zustande. Nur selten ist ein aufgerissener Mund zu sehen z. B. als Zeichen der Bösartigkeit bei den Schergen der Kreuzannagelung 21r. Viele Details sind fein gezeichnet wie die Haare oder Nimben, anatomische Details wie Rippenbögen auf 25r und 26r oder auch die gedrehten Säulen im Tempel der Darbringung auf 7r. Derb jedoch erscheinen die identischen, sehr schematischen Bäume, die Tiere und Landschaften. Gerade bei den Tieren wie Ochs und Esel 5r ist die Malweise stellenweise kindlich-naiv. Gewisse Ungeschicklichkeiten zeigen sich auch bei einigen Figuren in etwas seltsamen oder verrenkten Haltungen wie beim Jesuskind 6r oder auch dem hockenden Mann im Vordergrund bei der Grablegung 24r.

Bildthemen:

Das Gebetbuch gliedert sich in einen mariologischen Teil, dessen Gebete mit einem Ave Maria schließen und mit Szenen aus dem Marienleben illustriert sind (Verkündigung, Heimsuchung, Geburt, Kindbett) und einem christologischen Teil ab 7v, dessen Gebete mit einem Pater Noster schließen und mit Szenen aus dem Leben und der Passion Christi vom Einzug in Jerusalem bis zur Auferstehung illustriert sind. Gebetstexte und Illustrationen korrespondieren meistens miteinander. Bei der Kindbettszene jedoch steht das Bild unabhängig vom Gebet. Im Gebet bittet die Beterin um Fruchtbarkeit in guten Werken und wendet sich an Maria als Trösterin und Besänftigerin von Gottes Zorns. Auch die Geburtsszene auf 5r ist eher eine allgemeingültige Darstellung. Die Bildunterschriften betiteln den Inhalt der Bilder recht genau.

Gleich zwei Bildthemen sind in diesem Gebetbuch ungewöhnlich. Eher selten ist die Rezeption des Josef als Hausmann in einer häuslichen Umgebung. Auf 6r wird Josef beim Kochen gezeigt, während Maria in weichen Kissen im Kindbett liegt. Ein flämisches Stundenbuch ebenfalls aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts (London, Add. Ms. 18213) bildet diese Szene fol. 34r in einer Initiale in ganz ähnlicher Weise ab. Aus etwas späterer Zeit, nach 1430, stammt die gleiche Darstellung auf 137r im niederländischen Gebetbuch der Katharina von Kleve in New York, Pierpont Morgan Library, Ms. 917 und 945, aus noch etwas späterer Zeit das französische Stundenbuch des Bedford Meisters von 1440/50 in Los Angeles, Ms. Ludwig IX 6, fol. 181. Das wohl einzige Vorbild aus dem norddeutschen Raum für diese Szene ist das Chorumgangsfenster Nord VI im Dom von Halberstadt, das ebenfalls in der Zeit von 1410 bis 1420 entstand. Auch dort sitzt Josef auf einem Stuhl vor dem Kindbett Mariens und rührt mit einem langen Löffel in einem langstieligen Breitopf. Spätere Beispiele finden sich desweiteren in Süddeutschland/Schwaben (siehe Nr. 73.10.4., 73.10.6. und 73.10.10.). Auf 11r findet sich ein weiteres ungewöhnliches Bildthema: die Szene aus Io. 18,6 (Als nun Jesus zu ihnen sagte: Ich bin’s!, wichen sie zurück und fielen zu Boden), in der die herankommenden Tempelwächter zurückweichen, auch wenn sie hier aussehen, als würden sie schlafen. Sie fallen zu Boden, wie gerade die beiden vorderen eindrucksvoll zeigen. Die Bildunterschrift und der Text beschreiben diese selten dargestellte Szene.

Die Gebetstexte dagegen können in Einzelheiten etwas von den dargestellten Szenen abweichen. Nur selten gehen die Texte über die Darstellungen im Bild hinaus, diese nehmen also die Vorgaben aus den Texten mit einer Ausnahme auf: Das weiße Kleid, von dem der Gebetstext auf 15v spricht, erscheint nicht. Die Bilder illustrieren jedoch teilweise mehr als in den Texten steht, so zum Beispiel die schlafenden Jünger im Garten Gethsemane und den schlafenden Johannes beim Abendmahl, die wohl jeweils als allgemein zu den Szenen gehörig vorausgesetzt werden. Wesentlicher ist die Ausschmückung der Verhaftung um die Szene des Ohrabschlagens, von dem im Gebetstext nichts gesagt wird, die aber detailliert wiedergegeben wird. Bei dieser Szene fällt eine starke Verdichtung von vier aufeinanderfolgenden Handlungsschritten in einer Simultandarstellung auf, da sowohl zu sehen ist, wie Petrus sein Schwert, mit dem er gerade eben Malchus das Ohr abgeschlagen hat, wieder in die Scheide steckt, Jesus aber schon dessen Ohr zwecks Heilung in seiner Hand hält. Zugleich wird Jesus von Judas geküsst und die Häscher ergreifen ihn bereits, eigentlich eine Abfolge von Handlungen, die hier als gleichzeitig dargestellt werden. Auch von der Handwaschung des Pilatus ist nicht die Rede, dargestellt wird sie aber 19r. Am Ende fehlen drei Blätter, die möglicherweise die Erscheinungen oder die Himmelfahrt Christi gezeigt haben. Der Text der letzten Seite verweist auf Christi Offenbarungen und seine Himmelfahrt, lässt also eine ursprüngliche Fortführung des Bilderzyklus vermuten.

In den Gebeten werden Parallelen zum Alten Testament gezogen, z. B. Abraham und Isaak – Kreuztragung, Salomon – Verkündigung und Grablegung, Jonas – Auferstehung.

Farben:

Mit Bleistift vorgezeichnet, ungewöhnliche Farbverwendung: Kräftiges Blau und Orange, Hellgrün, Rosa, Grau, Gelb, Ocker, Braun, Hellgelb, Altrosa, nur sehr sparsam Rot (für Blutstropfen), dafür reichlich Weiß und Schwarz (auch als Hintergrund). Blattgold stark poliert und hervorstechend glänzend, Silber (angelaufen), Pinselgold. Inkarnat: Neben Rosa und Grün, Augen und Mund mit Schwarz hervorgehoben, mit Weiß Lichter gesetzt. Alle Farben außer Silber und Gold matt und körnig, wirken eher wie Wasser- denn Buchmalerfarben.

Literatur:

MAI 799 (Hannover 4), D10 (20r); Bodemann (1867) S. 14; Härtel/Ekowski (1989) S. 86−90, Abb. S. 89 (2r), S. 90 (25r).

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus