KdiH

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43.1.20. Berlin, Staatliche Museen – Preußischer Kulturbesitz, Kupferstichkabinett, Inv.-Nr. 446-1

Bearbeitet von Regina Cermann

KdiH-Band 5

Datierung:

Um 1450–1470 (Lehrs).

Lokalisierung:

Köln (Goldrispen).

Besitzgeschichte:

1835 mit der Sammlung Carl Ferdinand Friedrich von Naglers (1770–1846) erworben (Lugt [1921–1956] Nr. 2529).

Einzelblatt aus einem Gebetbuch

Inhalt:

446–1r

Acht Zeilen Text (Schluß)

446–1v

Kupferstich: Meister des Dutuitschen Ölbergs, Sitzende Madonna mit dem Apfel (Lehrs 49)
I. Kodikologische Beschreibung:

Pergament, ein Blatt, 115 × 80 mm, Textura, eine Spalte, acht Zeilen Text. Das Blatt wurde mit deckendem Papier auf der Textseite verstärkt, so daß die Schrift nur spiegelbildlich von der verso-Seite aus zu erkennen ist.

II. Bildausstattung:

Ein Kupferstich, 60 × 40 mm, umrahmt von einer vierseitigen Goldrispenbordüre.

Der Kupferstich ist direkt auf das Pergament gedruckt. Die ursprüngliche Kolorierung wurde weitgehend entfernt: Die heute freigelegte Figurengruppe wird nurmehr von einem Blattgoldgrund umschlossen, der zum Teil abgeplatzt oder so stark abgerieben ist, daß die weiße Grundierung hervortritt. Farbspuren finden sich noch in der Umrandung (Grün), den Blüten (Violett, Rot, Grün) und Rispen (Blattgold) der Bordüre. Trotz der rohen Behandlung ist die einstige Feinheit der Goldrispenbordüre noch erkennbar; die symmetrisch verzweigten, doppelläufigen Rispen stehen entwicklungsmäßig denen auf einer Seite im ›Anholter Gebetbuch‹ am nächsten (Nr. 43.1.78., 87v), doch sind sie insgesamt starrer und nicht so verspielt. Das Motiv des Kupferstichs wiederholt seitenverkehrt ein Holzschnitt, der in ein Kölner Gebetbuch aus der Zeit um 1510 eingebunden ist (Darmstadt, Landesbibliothek, Hs. 1843, 284v). Schmitt ([1995] S. 302 f., Nr. 6, Abb. 9) datierte ihn um 1460. Lehrs folgend nahmen Shestack ([1967] vor Nr. 23) und Hebert ([1982–1983] Bd. 1, S. 62) als Schaffensperiode des Meisters des Dutuitschen Ölbergs die Jahrzehnte 1450–1470 an. Shestack ([1967] Nr. 28, mit Abb.) wies dem Meister des Dutuitschen Ölbergs noch einen weiteren, bei Lehrs nicht verzeichneten Kupferstich zu, der ebenfalls auf Pergament abgezogen und nachträglich mit einer Akanthusbordüre ummalt worden ist (Washington, National Gallery, B–14,839). Derselbe befand sich einstmals in einem französischen Stundenbuch für den Gebrauch von Bourges (ehem. Sigmaringen, Hohenzollernsches Museum, Nr. 39, 176r; vgl. Lehner [1872], S. 30; versteigert in Genf, W. S. Kundig, Catalogue 95, 23./24.6.1948, S. 14, Nr. 17, Taf. XV).

Literatur:

MAI Microfiche 10026, Feld G11 (446–1v; irrtümlich unter Dresden, Kupferstichkabinett); Passavant (1860–1864) Bd. II, S. 225, Nr. 108; Lehrs Bd. III, S. 313, Nr. 49.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 37: 446–1v. Madonna mit Apfel (Kupferstich).

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Abb. 37.