KdiH

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4.0.31. Lindau, Stadtbibliothek, P I 30

Bearbeitet von Gisela Fischer-Heetfeld

KdiH-Band 1

Datierung:

1416/17.

Lokalisierung:

Ulm.

Besitzgeschichte:

Der Schreiber der Handschrift, Claus Stockar (geb. 1350), war Goldschmied und Münzmeister der Stadt Ulm und im Jahre 1404 Pfleger des Münsterbaus; er gehörte einer alten Ulmer Familie an. Spätestens im 16. Jahrhundert muß sich der Codex in Lindau befunden haben; über die Erben des Bürgermeisters Anton Rem (Eintrag 2ra) kam er an die Stadtbibliothek (wohl im 18. Jahrhundert).

Inhalt:
Innenseite des Vorderdeckels: Altes Inhaltsverzeichnis von der Hand des Schreibers
1. 1ra–16va ›Apokalypse‹, deutsch
Walthers 31. Zweig
2. 25ra–221vb Otto von Passau, ›Die vierundzwanzig Alten‹
Register, Vorrede, 24 Reden
3. 222rb–224ra Heinrich von Langenstein (?), ›Vision‹
4. 224rb–225rb Traktat von einem anfangenden, zunehmenden und vollkommenen Leben, deutsch
5. 226ra–251rb Marquard von Lindau, ›Dekalogerklärung‹
6. 252ra–275vb ›Von einem christlichen Leben‹
(Schluß fehlt)
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, 274 Blätter (1–22. 25–268. 268a. 269–275, alte Zählung vom Schreiber, Bl. 23. 24 fehlen, keine Textlücke), 290 × 220 mm, Bastarda (Überschriften in Textualis), eine Hand (claus stockar der goltschmid ze vlme, 16va und ähnlich 221vb, 224ra, 251rb), zweispaltig (Überschriften z. T. einspaltig), 32–43 Zeilen, Überschriften, alte Foliierung und senkrechter Strich am linken Spaltenrand in Rot, Strichelung.

Schreibsprache:

schwäbisch.

II. Bildausstattung:

Kalligraphische Randverzierungen und einfache Schmuckinitialen am Anfang von Text 1 (1r), Text 2 (Register 25r, Vorrede 26v), Text 5 (226r) und Text 6 (252r).

25r: vierseitige Randleiste aus blauen und roten Ornamenten; 26v: vierseitige Randleiste, aus einfachen Ornamenten in Blau, Rot, Grün und Lila zusammengesetzt; 26 drei- bis fünfzeilige einfache Schmuckinitialen vor Register, Vorrede und den Reden (25ra, 26vb, 28rb, 30vb, 33va, 38vb, 42rb, 46vb, 51ra, 55rb, 63va, 66va, 71rb, 86va, 116rb, 127rb, 130ra, 136ra, 144vb, 151va, 159ra, 165ra, 187ra, 194va, 204ra, 213vb), rot und schwarz geteilter Buchstabenkörper oder rot mit weiß ausgesparten Ornamenten, einmal blauer Grund (33va), einmal Farbstellung rot–blau–grün (136ra).

Literatur:

Schmidt (1938) Nr. 34.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 107: 26v. Schluss des Registers und Beginn der Vorrede mit S-Initiale.

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Abb. 107.