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26A.26. Schweiz: Gerold Edlibach, ›Zürcher und Schweizerchronik‹

Bearbeitet von Kristina Domanski

KdiH-Band 3

Gerold Edlibachs im Autograph (Nr. 26.A.26.1.) erhaltene, hauptsächlich in den Jahren 1485/86 verfaßte ›Zürcher und Schweizerchronik‹ setzt mit dem Tod Friedrichs von Toggenburg 1436 ein und reicht in ihrem Hauptteil bis ins Jahr 1486. Von Edlibach später hinzugefügte, zum Teil nur aus Notizen bestehende Fortsetzungen führen in seinem Manuskript bis 1530. Seine Hauptquellen, die ›Chronik des Alten Zürichkrieges‹ von Hans Fründ (Edition: Die Chronik des Hans Fründ, Landschreiber zu Schwyz, hrsg. von Christian Immanuel Kind. Chur 1875) und Diebold Schillings Schilderung des Burgunderkrieges, bearbeitet er dabei aus Zürcher Perspektive (Feller/Bonjour [1979] Bd. 1, S. 54, Gamper [1984] S. 136–142). Zu Diebold Schillings ›Großer Burgunderchronik‹ hatte Edlibach Zugang, da das Manuskript nach dem Tod Schillings nach Zürich verkauft worden war und sich seitdem im Besitz des Zürcher Rates befand (26A.21.1.; Tobler 2 [1901] S. 344–346, Schmid [2009] S. 85).

Von Edlibachs Chronik sind bis ins 17. Jahrhundert angefertigt worden, in denen der Text zum Teil fortgesetzt oder bearbeitet wurde (z. B. Zürich, Zentralbibliohtek, Ms. A 74, Kopie Ludwig Edlibachs; Gagliardi/Forrer [1931–1982] Sp. 65–67, mit weiteren Abschriften). In der 1506 angefertigten Kopie, auch als »Edlibach-Fortsetzung« bezeichnet (Zürich, Zentralbibliothek, Ms. A 77, Nr. 26A.26.2.), ist die Beschreibung des Schwabenkrieges in Anlehnung an die Reimchronik Nicolaus Schradins deutlich erweitert. Die 177 von zwei Zeichnern stammenden kolorierten Federzeichnungen dieser Kopie orientieren sich zwar an der Vorlage Edlichbachs, sind jedoch eigenständig gestaltet.

Der Schwerpunkt der Bildthemen liegt im Autograph und in der »Edlibach-Fortsetzung« wie bei den zuvor entstandenen ›Berner Chroniken‹ Bendicht Tschachtlans und Heinrich Dittlingers (26A.18.) sowie Diebold Schillings (26A.19.) auf Ereignisbildern zu kriegerischen Auseinandersetzungen, setzt jedoch in beiden Ausführungen mit einer Folge von schematisch gestalteten Ratssitzungen ein.

Editionen:

Johann Martin Usteri: Gerold Edlibach’s Chronik, mit Sorgfalt nach dem Original copirt und mit einer gleichzeitig verfertigten Abschrift genau verglichen und aus derselben vermehrt und ergänzt. Nebst einem Anhange. Zürich 1847 (Mitteilungen der antiquarischen Gesellschaft Zürich 4).

Literatur zu den Illustrationen:

Josef Zemp: Die Schweizerischen Bilderchroniken und ihre Architekturdarstellungen. Hrsg. durch die Stiftung von Schnyder von Wartensee. Zürich 1897, S. 70–72, 96–99. – Walter Muschg/Eduard A. Gessler: Die Schweizer Bilderchroniken des 15./16. Jahrhunderts. Zürich 1941, S. 178–181, Abb. 96–113. – Rudolf Gamper: Die Zürcher Stadtchroniken und ihre Ausbreitung in die Ostschweiz (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich 52, Heft 2, 148. Neujahrsblatt), Zürich 1984, S. 136–142. – Regula Schmid: Geschichte im Dienst der Stadt. Amtliche Historie und Politik im Spätmittelalter. Zürich 2009, S. 84–87.