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KdiH

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13.0.2. Basel, Universitätsbibliothek, AA I 2

Bearbeitet von Norbert H. Ott

KdiH-Band 2

Datierung:

1472.

Lokalisierung:

Basel.

Besitzgeschichte:

Im vorderen Innendeckel Holzschnitt-Wappenexlibris des Basler Patriziers Meyer zum Luft, 102r eingemaltes Wappen des Schreibers Niklaus Meyer zum Pfeil, 1451–1500 Ratsschreiber in Basel.

Inhalt:
1. 1r–102r Jacobus de Theramo, ›Belial‹, deutsch

Übersetzung A

103r Neujahrsgruß von späterer Hand
103v–107v leer
2. 108r–141r Perikopenbuch

bis Freitag nach dem 2. Fastensonntag

141v–142v leer
3. angebunden ›Trojanerkrieg‹, Straßburg: [Bartholomäus Kistler], 1499 (GW 7239)
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, 142 Blätter, 280 × 195 mm, Bastarda, eine Hand (Niklaus Meyer zum Pfeil: C. Meiger, 102r) und eine Nachtragshand, einspaltig, 31 Zeilen, zwei- und dreizeilige rote und blaue Initialen, rote Strichelung, rot unterstrichene Dekretalienzitate, teilweise rote Kapitelüberschriften.

Schreibsprache:

alemannisch.

II. Bildausstattung:

38 Leerräume für nicht ausgeführte Illustrationen (4r, 5r, 8v, 9v, 11r, 12r, 13v, 17r, 22v, 25v, 27v, 28v, 32r, 33r, 41r, 55r, 57v, 58v, 60r, 67r, 69v, 70v, 71r, 77r, 77v, 78v, 79r, 81r, 81v, 82v, 83v, 86r, 87v, 90v, 92v, 95r, 95v, 97r), davon 28 halbseitige in der oberen oder unteren Blatthälfte, seltener auch in der Blattmitte, zehn hochrechteckige von halber bis ⅔ Schriftspiegelbreite und halber Schriftspiegelhöhe im Abschnitt des Schiedsgerichtsverfahrens (69v–82v); über oder unter – 69v–82v neben – den Leerräumen rote Kapitelüberschriften in der Funktion von Bildtituli.

Bildthemen:

Die Mehrzahl der Bildthemen läßt sich aus den Beischriften und dem Ort der Leerräume erschließen (vgl. Ott [1983] S. 489–494). Außer den üblichen Prozessbildern waren – als Illustration der Aussage des Schiedsmanns Jesaja – fünf Darstellungen des Jüngsten Gerichts vorgesehen (83v–92v), der Textbeginn sollte (wie im Stuttgarter Cod. theol. et phil. 2o 195, 4r [Nr. 13.0.23.] und in der Wiesbadener Hs. 66, 3v [Nr. 13.0.25.]) mit dem Sündenfall illustriert werden (4r), worauf 5r entweder eine Darstellung der Verkündigung (wie in Alba Julia, 2v [Nr. 13.0.1.] und Hannover, 2v [Nr. 13.0.8.]) oder der Geburt Christi hätte folgen sollen, möglicherweise auch (wie in Wiesbaden, 67v, dort jedoch an anderer Stelle als Illustration der Aussage Mosis) eine Kontamination aus beiden Motiven. Die hochrechteckigen Leerräume im Schiedsgerichtsteil sollten – anders als in den übrigen ›Belial‹-Handschriften – wohl nur den jeweils redenden Schiedsmann ohne die ihm zuhörenden Kollegen aufnehmen, vermutlich einem ikonographischen Typ folgend, wie er in einem Großteil der Illustrationen von Ottos von Passau ›Vierundzwanzig Alten‹ gebräuchlich war (siehe dazu Stoffgruppe 4).

Eine achtzeilige I-Initiale zum Beginn der Vorrede 1r: roter Buchstabenkörper auf rechteckigem, mit grobem, linearem Blattmuster gefülltem Grund.

Literatur:

Hans-Rudolf Hagemann: Der Processus Belial. In: Festschrift Max Gerwig. Basel 1960 (Basler Studien zur Rechtswissenschaft 55), S. 55–83, hier S. 56; Ott (1983) S. 291. 489–494 (Rekonstruktion sämtlicher Bildthemen).

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus