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KdiH

ß · © ª º « » × æ œ Ç ç č š Ł ł ́ ̀ ̃ ̈ ̄ ̊ ̇ ̋ ͣ ͤ ͥ ͦ ͧ ͮ Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ σ ς τ υ φ χ ψ ω ͅ ̕ ̔
Die folgenden Zeichen haben eine besondere Bedeutung. Sie stehen ohne Leerzeichen beim Wort, auf das sie sich beziehen.
+Das Wort dahinter muss vorkommen.
-Das Wort dahinter darf nicht vorkommen.
~Das Wort dahinter sollte eher nicht vorkommen.
<Das Wort dahinter sollte vorkommen, aber nicht so dringend wie andere Wörter.
>Das Wort dahinter sollte vorkommen, und zwar dringender als andere Wörter.
*Platzhalterzeichen am Ende eines Wortes; steht für kein, ein oder mehrere Zeichen.
" "umgibt eine Folge von Wörtern; es wird dann nicht nach den Wörtern einzeln gesucht, sondern nach der Folge als ganzer.
( )bündelt Wörter zu einem Ganzen, um eins der obigen Präfixe darauf beziehen zu können.

9.1.17. Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 16.17 Aug. 4º

Bearbeitet von Gisela Fischer-Heetfeld

KdiH-Band 1

Datierung:

1. Hälfte 15. Jahrhundert.

Lokalisierung:

Elsaß.

Sammlung verschiedener Texte
Darin u. a. Kunz Kistener, ›Die Jakobsbrüder‹ (60v–80r); ›Die sieben Farben‹ (81r–83r)

Inhalt:
85v–87r ›Die drei Lebenden und die drei Toten‹ (Dis ist der welte lon. Mortuus dicit: Wir sint dot, so lebent ir ...)
Edition: Künstle (1908) S. 38–40; Kozáky (1936) S. 327f.
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, 115 Blätter (drei der ursprünglichen Zählung ausgeschnitten), 210 × 150 mm, Bastarda, Überschriften in Textualis, mehrere Hände, einspaltig, 22–30 Zeilen, rote Initialen mit einfachem Fleuronée, Rubrizierung.

Schreibsprache:

elsässisch.

II. Bildausstattung:

Sechs kolorierte Federzeichnungen (85v [2], 86r [2], 86v, 87r), ein Zeichner.

Format und Anordnung:

Auf den beiden ersten Seiten sind toter und lebender König rechts vom Text übereinander angeordnet, das dritte Dialogpaar ist auf die beiden letzten Seiten verteilt.

Bildaufbau und -ausführung:

Keine Rahmung. Die halbverwesten, durch Kronen als Könige gekennzeichneten Toten stehen auf ihren Särgen (der zweite richtet sich gerade auf), die Rechte weist auf den zugehörigen Text. Die Lebenden auf einfacher Standlinie tragen Zepter und verkörpern die drei Lebensalter Greis, Mann und Jüngling. Die beiden jüngeren sind gekrönt und modisch gekleidet.

Künstlerisch anspruchslose Zeichnungen von Laienhand in der sonst nicht illustrierten Handschrift, die aber wegen des engen Bezuges von Text und Bild bemerkenswert sind.

Bildthemen:

Die drei Lebenden und die drei Toten.

Literatur:

Heinemann 7 (1900/1966) Nr. 3088. – Künstle (1908) S. 37–40, Abb. 4–9 (alle Ill.); Storck (1910) S. 6; Kozáky (1936) S. 327f., Taf. VIII,8.9. (alle Ill.); Rotzler (1958) Sp. 516f.; Wolfgang Stammler: Frau Welt. Freiburg/Schweiz 1959, S. 57f. u. Anm. 176; Rotzler (1961) S. 49–52, Abb. 27 (alle Ill.).

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 142: 86r. Dialog zwischen zweitem toten und lebendem König.

Abb. 142.