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KdiH

ß · © ª º « » × æ œ Ç ç č š Ł ł ́ ̀ ̃ ̈ ̄ ̊ ̇ ̋ ͣ ͤ ͥ ͦ ͧ ͮ Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ σ ς τ υ φ χ ψ ω ͅ ̕ ̔
Die folgenden Zeichen haben eine besondere Bedeutung. Sie stehen ohne Leerzeichen beim Wort, auf das sie sich beziehen.
+Das Wort dahinter muss vorkommen.
-Das Wort dahinter darf nicht vorkommen.
~Das Wort dahinter sollte eher nicht vorkommen.
<Das Wort dahinter sollte vorkommen, aber nicht so dringend wie andere Wörter.
>Das Wort dahinter sollte vorkommen, und zwar dringender als andere Wörter.
*Platzhalterzeichen am Ende eines Wortes; steht für kein, ein oder mehrere Zeichen.
" "umgibt eine Folge von Wörtern; es wird dann nicht nach den Wörtern einzeln gesucht, sondern nach der Folge als ganzer.
( )bündelt Wörter zu einem Ganzen, um eins der obigen Präfixe darauf beziehen zu können.

9.1.10. München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 71

Bearbeitet von Gisela Fischer-Heetfeld

KdiH-Band 1

Datierung:

15. Jahrhundert.

Besitzgeschichte:

Vielleicht aus dem Franziskanerkloster in München.

Inhalt:
1r–19v ›Spiegel der kranken und sterbenden Menschen‹
Gedennckh in all deinen werckenn dein leczte zeit ... seint dem mall das allen menschen nichts gewissers ist dann der todt ...
Edition: Elvira Langen: Eine neue Quelle für die Kenntnis des mystischen Lebens im Kloster Pillenreuth. Diss. Heidelberg 1960, S. 154–184.
I. Kodikologische Beschreibung:

Pergament, 19 Blätter (am Schluß unvollständig, hinter Bl. 14 fehlt ein Doppelblatt), 185 × 135 mm, Bastarda, eine Hand, einspaltig, 23 Zeilen, rote Überschriften und Unterstreichungen, Strichelung, rote und blaue Paragraphenzeichen.

Schreibsprache:

bairisch.

II. Bildausstattung:

Eine zehnzeilige figurierte G-Initiale in Deckfarbenmalerei auf Goldgrund mit vierseitiger Ranke zu Beginn des Textes (1r).

Bildaufbau und -ausführung, Bildthemen:

Kreuzigung. Vor Goldhintergrund und einer grünen, mit Blattwerk belegten Mittelzone Christus mit Blattgoldnimbus am Kreuz, fahles Inkarnat, rot rinnendes Blut, weißes Lendentuch. Links im Bild Maria in blauem Mantel mit Goldstreifen über gelb-rotem Untergewand, die Hände überkreuzt; rechts Johannes in rotem Mantel über grünem Gewand, das Buch in der Linken. Braune Felslandschaft als Bodenstück. – Aus der Initiale herauswachsend ornamental geführte, mehrfarbige Ranke mit Blättern und sechs Blüten und Knospen, in den Blattwinkeln und an den Stengelknoten Blattgoldpunkte und -zwickelfüllungen mit Pinselgoldstrahlen.

Sehr feine Pinselführung, Räumlichkeit durch Farbschattierungen und Pinselstrichelung.

Farben:

Schattierte und abgestufte Palette aus Blau, Grün, Rotviolett, Ocker, bräunlichem Rot, Grau, Blatt- und Pinselgold.

Literatur:

Petzet (1920) S. 115f. – Rudolf (1957) S. 87 u. Anm. 18; Langen (1960, s. o.) S. 107–127.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 141: 1r. G-Initiale mit Kreuzigung zum Textbeginn.

Abb. 141.