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KdiH

ß · © ª º « » × æ œ Ç ç č š Ł ł ́ ̀ ̃ ̈ ̄ ̊ ̇ ̋ ͣ ͤ ͥ ͦ ͧ ͮ Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ σ ς τ υ φ χ ψ ω ͅ ̕ ̔
Die folgenden Zeichen haben eine besondere Bedeutung. Sie stehen ohne Leerzeichen beim Wort, auf das sie sich beziehen.
+Das Wort dahinter muss vorkommen.
-Das Wort dahinter darf nicht vorkommen.
~Das Wort dahinter sollte eher nicht vorkommen.
<Das Wort dahinter sollte vorkommen, aber nicht so dringend wie andere Wörter.
>Das Wort dahinter sollte vorkommen, und zwar dringender als andere Wörter.
*Platzhalterzeichen am Ende eines Wortes; steht für kein, ein oder mehrere Zeichen.
" "umgibt eine Folge von Wörtern; es wird dann nicht nach den Wörtern einzeln gesucht, sondern nach der Folge als ganzer.
( )bündelt Wörter zu einem Ganzen, um eins der obigen Präfixe darauf beziehen zu können.

9.1.8. London, The British Library, Add. 16581

Bearbeitet von Gisela Fischer-Heetfeld

KdiH-Band 1

Datierung:

1468–1469.

Lokalisierung:

Wohl Augsburg.

Besitzgeschichte:

Seit 1594 in der Bibliothek des Freiherrn Christoph II. von Wolkenstein (1530–1600); 1847 für das Britische Museum erworben.

Sammelhandschrift aus zwei schon früh vereinten Bänden, darin

Inhalt:
217v–222v ›De contemptu mundi‹, deutsch (Die welltt württ vns bezaichnet hie ...)
222v–224v ›Jammerruf des Toten‹
225r–227r ›Greisenklage‹
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, 300 Blätter, 205–210 × 145–150 mm, Bastarda, fast durchgehend eine Hand (Konrad Bollstatter), wechselnde Spalten- und Zeilenzahl, zwei Schmuckinitialen am Anfang der beiden Teilbände (2r, 120r), rote, grüne und blaue Initialen, rote (teilweise violette) Überschriften, Strichelung.

Schreibsprache:

ostschwäbisch.

II. Bildausstattung:

Drei kolorierte Federzeichnungen (1v ganzseitige, ausgeschnittene und eingeklebte Zeichnung, 222v, 225r).

1v In einem engen Innenraum voller Bücher sitzt vor einem Lesepult mit aufgeschlagenem Codex ein lesender Mann im Prophetentypus (Autorenbild?). – 222v Unter dem Zeilenspiegel ein spaltenbreites, ungefähr quadratisches Bild in dreifarbiger Rahmung: Vor einem einfachen Landschaftshintergrund steht ein schräg ins Bild gestellter, offener Sarg, in dem der Tote mit Kröte und Nattern liegt. – 225r Zwischen Überschrift und Textbeginn ein spaltenbreites, hochrechteckiges Bild in dreifarbiger Rahmung: ein alter, auf die Krücke gestützter Mann im Gespräch mit zwei Kindern, von denen das eine ein Windrädchen hält.

Farben:

Grün, Blau, Rot, Orange, Gelb, Braun, Grau.

Literatur:

Priebsch 2 (1901) S. 147–158. – Ein Losbuch Konrad Bollstatters aus Cgm 312 der Bayerischen Staatsbibliothek München. Kommentiert von Karin Schneider. Wiesbaden 1973, S. 19; Hans Dieter Mück: Untersuchungen zur Überlieferung und Rezeption spätmittelalterlicher Lieder und Spruchgedichte im 15. und 16. Jahrhundert. Die ›Streuüberlieferung‹ von Liedern und Reimpaarreden Oswalds von Wolkenstein. Göppingen 1980 (GAG 263), S. 258–268.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 148: 225r. Der Greis im Gespräch mit zwei Kindern.

Abb. 148.