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KdiH

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11.4.2. Augsburg, Universitätsbibliothek, Cod. III.1.4º 1

Bearbeitet von Ulrike Bodemann

KdiH-Band 1

Datierung:

1400–1405, Nachträge bis um 1414.

Lokalisierung:

Ulm.

Besitzgeschichte:

Seit dem 15. Jahrhundert bis zur Säkularisation 1803 in der Bibliothek des Benediktinerkonvents St. Mang in Füssen.

Komputistische Sammelhandschrift mit medizinischen und algorismischen Einschüben; darin:

Inhalt:
15v–22v Von den zwölf Tierkreiszeichen
Inc.: Nun wil ich etwas schriben von natur und aygenschaft der 12 zaichen ... Der wider ist ain zaichen von orient ...
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, XIII + 214 Blätter (Foliierung 1*–7*, 1–214, dazu 3 leere Blätter nach 64), 195–197 × 145 mm, Bastarda, ein Hauptschreiber (Johannes Wissbier von Gmünd, studensin Ulm) und drei weitere Hände (u. a. 186va–195vb Con[radus] Geyl), ein- und zweispaltig, 25–36 Zeilen (186va–195vb 40–42 Zeilen), rote Überschriften, Initialen (oft nicht ausgeführt), Unterstreichungen, Strichelung.

Schreibsprache:

schwäbisch.

II. Bildausstattung:

Zwölf kolorierte Federzeichnungen (15v, 16r, 17r, 17v, 18r, 18v, 19r, 19v, 20r, 21r, 21v, 22r), ein Zeichner. In den übrigen Teilen der Handschrift Diagramme und Schemata in Schwarz und Rot.

Format und Anordnung:

Rundbilder (65–80 mm Dm) stets vor dem zugehörigen Text, eingefaßt mit doppelter Federlinie, farbig ausgefüllt.

Bildaufbau und -ausführung, Bildthemen:

Tierkreiszeichen, angefangen mit Widder, auf mit Gras und Kräutern bewachsenen Bodenstücken, Hintergrund farbig ausgefüllt. Am Rand lateinische (schwarz) und deutsche Bezeichnung (rot). Zwillinge (17r) als zwei nackte Jünglinge, in bewegter Gestik stehend, an den Rücken wie siamesische Zwillinge miteinander verwachsen; Jungfrau (18v) in langem, hoch tailliertem Kleid mit bodenlangen Zaddelärmeln, Blume in der rechten Hand; Schütze (20r) als Knabe mit Pfeil und Bogen; Wassermann (21v) nackt, bis zu den Hüften im Wasser stehend, mit umgekehrtem Wasserbecher.

Einfache, doch sichere Zeichnung, lebendige Figurengestaltung. Nur Hintergrund und Bodenstücke sind flächig koloriert, die Figuren lediglich durch Pinselstriche modelliert.

Farben:

Karmin, Braunoliv, Grau, Mittelblau; alle Farben laviert, nur Blau auch deckend.

Literatur:

Schneider (1988) S. 240–248.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 194: 17r. Zwillinge.

Abb. 194.