KdiH

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106.4.22. Trier, Stadtbibliothek, Hs. 852/1311 4º

Bearbeitet von Dagmar Hüpper und Gunhild Roth

KdiH-Band 10

Datierung:

1439–1444.

Lokalisierung:

Rheinfranken.

Besitzgeschichte:

Vorbesitzer Dietrich von Rudlingen (Burggraf, 1523 und 1527 als Schöffe in Trier belegt) und Kapuzinerkloster Trier; nach der Säkularisation des Klosters 1802 an die Stadtbibliothek Trier (alte Signatur CCLCCIIc).

Inhalt: Die Handschrift besteht aus zwei Faszikeln (Faszikel I: Text 1–4, Faszikel II: Text 5–7).
1. 2r–87vb ›Buch der Könige‹
mit Register (2ra–3vb)
2. 88ra–92vb Zweiteiliger Messtraktat
Einfügung einer Nachtragshand
3. 93ra–335va ›Schwabenspiegel‹ Land- und Lehnrecht
Register jeweils vorangestellt (93ra–103ra, 271ra–275ra)
4. 336r–339r Kölner Jahrbücher
Fortsetzung von Text 7
5. 340r Der Welt Lauf und der Sünde Fluch
Nachtrag 19. Jahrhundert, als Überschrift zu Text 6
6. 340v–354v, 356r–v, 335r ›Spiegelbuch‹
siehe künftig Stoffgruppe 121.
7. 358r–v, 357r–v, 359r–373r Kölner Jahrbücher
I. Kodikologische Beschreibung:

Faszikel I: Papier, I + 339 Blätter, 275 × 200 mm, Bastarda, eine Hand (außerdem eine Nachtragshand aus Faszikel II), zweispaltig (Text 4: einspaltig), 22–27 Zeilen (Text 2: 28–35 Zeilen, Text 4: 28–30 Zeilen), zahlreiche zwei- bis achtzeilige Initialen mit roter Tinte aufgetragen (93r zusätzliche Verwendung von Blau und Braun), rubriziert.

Schreibsprache:

rheinfränkisch (Text 2: moselfränkisch).

II. Bildausstattung:

19 kolorierte Federzeichnungen, darunter eine aus der Lauber-Werkstatt zu Text 3 (283v) und 18 zu Text 6 (siehe Nr. 121.0.6.). Außerdem vor dem Landrecht »vor Bl. 105 ein illustriertes Bl. entfernt« (Bushey [1996] S. 135). Fünf frei gelassene Blätter innerhalb der Handschrift lassen es möglich erscheinen, dass eine weitere Ausschmückung geplant war (Mackert [2012] S. 305). 93r eine Initialseite im Lauber-Stil (vgl. etwa Nr. 106.4.25., 2r), die möglicherweise unvollendet geblieben ist und ebenfalls ein Bild enthalten sollte. – Text 3: Lehnrecht.

Format und Anordnung, Bildaufbau und -ausführung, Bildthemen:

Die ganzseitige ungerahmte Federzeichnung zeigt den Herrscher (Reifkrone), der auf einem Kastenthron sitzt. Er übergibt der Gruppe (vier Männer) rechts von sich einen Rotulus, die andere Gruppe (drei Männer) erhält zwei gesiegelte Schriftstücke. Alle Personen tragen lange Mäntel und haben bis auf einen unterschiedliche Kopfbedeckungen, gelockte Haare, manche mit Bart, alle weisen rosige Bäckchen auf, ihre Augen sind weit geöffnet. Vgl. die kompositorisch ähnliche Zeichnung in Nr. 106.4.25., 1v (zur Verbindung der beiden Handschriften vgl. auch Derschka [2002] S. 399f.). – Zu Beginn des Lehnrechtsbuchs (auf der gegenüberliegenden Seite) wird der Herrscher hier in seiner Funktion als oberster Lehnsherr, der die Lehnsurkunden übergibt, dargestellt.

Das verlorene Bild zum Landrecht hat vermutlich ein Thronbild gezeigt (vgl. Einleitung 106.4.).

Farben:

Pastelltöne von Rot und Blaugrau, Gelb, dunkles Grün, Rotbraun, Inkarnat.

Literatur:

Oppitz 2 (1990) Nr. 1429; Bushey (1996) S. 134–138, Abb. 10. – Saurma-Jeltsch (2001) S. 113f. (Nr. I.75); Derschka (2002) S. 399f., Abb. 77; Mackert (2012) S. 305; Embach (2013) S. 134f. (Nr. 61), Abb. S. 135.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus; Leipziger Lauberportal

Abb. 166: 283v. Der Herrscher vergibt Lehen.

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Abb. 166.