106.4.10. Heidelberg, Universitätsbibliothek, Cod. Pal. germ. 53
Bearbeitet von Dagmar Hüpper, Jonas Kemper und Lukas Reddemann
KdiH-Band 10
Ende 14. Jahrhundert.
Westdeutschland (?).
Zur Besitzgeschichte ist nichts bekannt.
| 1ra–139rb |
›Schwabenspiegel‹ Landrecht
mit Register (1ra–4ra)
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Pergament, 3 + 139 + 3 Blätter, 238 × 175 mm, gotische Buchschrift, eine Hand, Thiterich (139rb), zweispaltig, 24 Zeilen, Lombarden teilweise mit Fleuronné, Rubrizierung.
westmitteldeutsch mit hessischen und mittelfränkischen Formen.
Eine Deckfarbenmalerei (139rb), von anderer Hand eine unkolorierte Federzeichnung ohne Textbezug (139v). – Verfassungsrecht.
Die ungerahmte Illustration in Deckfarbenmalerei ist etwa 14 Zeilen hoch. Sie reicht unten und rechts über den Schriftspiegel hinaus und befindet sich am Ende des Textes.
139rb: Der Herrscher (Zepter, Reichsapfel) sitzt auf seinem Thron. Er trägt einen mit Pelzkragen besetzten und gefütterten Mantel. Das Bild ist im Gesichtsbereich beschädigt, sodass weder Alter noch Kronentyp bestimmt werden können. – Das Thronbild steht am Ende des Textes in einem Passus, in dem die Herrschenden noch einmal daran erinnert werden, dass Gott ihnen die Rechtsprechung auf Erden anvertraut hat und sie diese in seinem Sinne ausüben sollen.
139v: Ganzseitige, rote Federzeichnung einer ungeübten Hand. Skizze einer Turnierszene in Anwesenheit von drei Burgdamen auf den Zinnen einer Burg. Drei gerüstete Ritter zu Pferde mit Helmzier, vermutlich verschiedene Stadien des Tjosts.
verschiedene Rottöne, Grün, Beige, Weiß, Grau-Schwarz (vormals Gold).
Abb. 154: 139r. Herrscher.