KdiH

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75.0.2. Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. quart. 2025

Bearbeitet von Ulrike Bodemann

KdiH-Band 8

Datierung:

Um oder nach 1460 (siehe Nr. 74.5.1.).

Lokalisierung:

Mittelrhein.

Ausführliche Beschreibung der Handschrift siehe Nr. 44.4.1. und Nr. 74.5.1.. Siehe künftig auch Nr. 103.1.1.

Inhalt: Geistliche Sammelhandschrift, siehe Nr. 44.4.1., darin
6. 89r–241r Evangelistar
89r–232v Temporale mit Glosse; 233r–241r Ergänzungen aus dem proprium de tempore, proprium de sanctis und commune sanctorum (Stephanus, Johannes Evangelista, Unschuldige Kinder, Paulus, Michael, Apostel, Märtyrer, Jungfrauen, zum Schluss Kirchweih)
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, 350 Blätter, 285 × 205 mm, ab Blatt 48 durchgehend eine Hand, Bastarda cursiva, 72r–86r zweispaltig, Verse abgesetzt, sonst einspaltig, 28–32 Zeilen, rote Lombarden, Unterstreichungen, Strichelung. In Text 6 sind gelegentlich die dreizeiligen Initialen schlicht ornamentiert, manchmal figürlich (165v Vierpassblüten, 166r Vogel).

Schreibsprache:

westmitteldeutsch.

II. Bildausstattung:

Zu Text 6 eine kolorierte Federzeichnung 89r.

Format und Anordnung:

Das Eingangsbild, halbseitig, eingefasst in einen violettrot gefüllten Kastenrahmen, ist genau in den Schriftspiegel eingepasst, so dass es mit dem anschließenden Text eine organische Einheit bildet.

Bildaufbau und -ausführung:

Nach mehrfach korrigierter Vorzeichnung des Motivs in bräunlicher Tinte wurde flächig und wenig sorgfältig über Umriss- und Binnenlinien hinweg mit teils wässrigen, teils nahezu deckenden Farben koloriert, nur die nackten Körperteile sind dabei mit transparent blassbräunlichen Pinselstrichen auf freistehendem Papiergrund plastisch modelliert. Nachzeichnung zur Akzentuierung von Kontur, Faltenwurf o. ä. fehlt.

Bildthemen:

Der Auferstandene mit Lilie und Schwert auf einem doppelten Regenbogen sitzend, zu seinen Seiten Maria und Johannes, unten die Auferstehung der Toten, rechts werden Verdammte dem Höllenschlund zugeführt, links öffnet Petrus den Erwählten (Papst, Kardinal, Bischof) das Tor zum Paradies (in Form eines Kirchenportals). – Thematisch spannt die Weltgerichtsdarstellung den Bogen vom Beginn des Kirchenjahres (89r erster Advent) bis zum Ende desselben (231v 25. Sonntag nach Dreifaltigkeit), das vorausweist auf Ende und Erfüllung.

Farben:

Violettrot, Rot, Blau, Grün, blasse Gelb-, Braun- und Ockertöne, Grau.

Literatur:

Siehe Nr. 44.4.1., ferner Splett (1987) S. 29*, Nr. 57, S. 88f.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 78: 89r. Weltgericht.

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Abb. 98.