KdiH

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106.7.2. Bucuresti, Muzeul National de Istorie, Nr. 554

Bearbeitet von Dagmar Hüpper und Gunhild Roth

KdiH-Band 10

Datierung:

14. Jahrhundert und 1453 (Hinterdeckel).

Lokalisierung:

Alemannischer Raum.

Ausführliche Beschreibung dieser Handschrift siehe Nr. 106.4.6.; siehe auch Nr. 106.10.5.

Inhalt:
1. 1ra–25va Register zu allen Texten
3. 137va–162ra ›Weichbild-Vulgata‹
Artikelfolge im Vergleich zu Daniels/von Gruben (1858) stark abweichend
II. Bildausstattung:

Zu Text 3 sieben historisierte Deckfarbeninitialen (137vb, 138rb, 139rb, 141rb, 143ra, 147ra, 152rb) am Artikelanfang.

Format und Anordnung, Bildaufbau und -ausführung:

Die vierzeiligen, nahezu quadratischen Initialen zeigen im Binnenfeld Männerköpfe in rechter Profilansicht. Die Männer sind jung (ohne Bart), tragen Kopfbedeckungen und werden im Wesentlichen durch wechselnde Farbgebung der Kleidung und Kopfbedeckung unterschieden. An zwei Stellen (137vb und 143ra, 147ra und 152ra) wird ein in der Farbgebung des Oberkleides und der Kopfbedeckung identischer Profilkopf wiederholt; einmal wird ein junger Mann ohne Haupthaare (141rb) dargestellt. Alle Köpfe zeigen leicht individualisierte Gesichtszüge: Zwei leiten Artikel zum Übergang des Reiches an die Römer und damit die historische Herleitung des Rechtes ein (137vb, 138rb; zu Art. VII §§ 2 und 5), sodass die Köpfe auf Römer zu beziehen sein könnten, ohne dass eine besondere Kennzeichnung erfolgt wäre. Der dritte Mann trägt eine Kopfbedeckung, die an einen Grafenhut erinnert und im Bildprogramm der Handschrift einzigartig ist, er erscheint am Beginn der Gründungslegende, in der berichtet wird, wie die Stadt Magdeburg erstmals ihr Recht erhielt und dass das dortige Gericht als Oberhof für Polen, Böhmen und die Mark fungieren soll (139rb; zu Art. X § 1). In diesem Sinn könnte der Kopf eines städtischen Würdenträgers oder Richters abgebildet sein.

Auch die übrigen Initialen können als Hinweise auf die in den jeweiligen Artikeln angesprochenen handelnden Personen verstanden werden: Vogt (139rb, 143rb), Sachsen (141rb), Erblasser (147ra) oder Kläger (152ra), wobei eine entsprechende Kennzeichnung der Personen auch hier unterbleibt.

Farben:

Rot, Grün, Blau, Grau, Braun, Gold.

Literatur:

Oppitz 2 (1990) Nr. 333; Papahagi/Dincă/Mârza (2018) S. 128 (Nr. 343). – Lindner (1885) S. 113–119; Constantinescu (1988) Abb. XXI und XXII.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 190: 139r. Richter am Oberhof (?).

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Abb. 190.