KdiH

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106.10.17. Wrocław (Breslau), Archiwum Państwowe, 82/1040/0/1

Bearbeitet von Gunhild Roth und Dagmar Hüpper

KdiH-Band 10

Datierung:

Vor 1323 (Geike [1942] S. 108).

Lokalisierung:

Löwenberg in Schlesien.

Besitzgeschichte:

Vom Stadtarchiv Löwenberg in den 1940er Jahren als Depositum an das Staatsarchiv Breslau gegeben, ehemalige Signatur Rep. 132a, Dep. miasta Lwówka Nr. 1. – Der zugehörige zweite Band, olim Dep. miasta Lwówka Nr. 2, war zunächst kriegsbedingt verloren, konnte aber vom Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin erworben werden, heutige Signatur XVII. HA, Rep. 132, Nr. 983; siehe dazu Irgang (1996).

Inhalt: Löwenberger Stadtrechtsbuch, darin u. a.
IIra–b Nota censum civitatis
Zinsbestimmungen
IIIr–v Willküren der Gemeinde
von 1311 (lateinisch) und 1423
1ra–4vb Eike von Repgow, ›Sachsenspiegel‹ Landrecht
Reimvorreden
6ra–40vb ›Löwenberger Rechtsbuch‹, Lehnrecht
Artikel aus Eike von Repgow, ›Sachsenspiegel‹ Lehnrecht und Eigengut
41ra–51ra Eike von Repgow, ›Sachsenspiegel‹ Landrecht
Auszüge
51rb–52vb Judeneid aus dem ›Magdeburger Weichbildrecht‹
65va–71ra Weichbild-Chronik
71rb–73ra ›Spiegel von Gott‹
73ra–77ra Kampfrecht von Löwenberg
79vb–138ra ›Löwenberger Rechtsbuch‹, Landrecht
138va–139vb ›Willkür der Stadt Löwenberg‹
Übersetzung von IIIr; Wesemann (1885) S. 13–15
146ra–148rb Löwenberger Zollrolle
Inc.: Diz ist von des zolles rechte zu Lemberc...Wesemann (1885) S. 12f.
148va–149r Löwenberger Goldrecht
Überschrift: Von allir hande goltrechteWesemann (1885) S. 5
190v–193v Nachträge und Notizen
zu den Jahren 1365, 1459, 1540
I. Kodikologische Beschreibung:

Pergament, 193 + III Blätter (ehemals 200 Blätter), 255 × 205 mm, »gotische Mönchsschrift«, eine Hand (oder zwei ähnliche Hände, I: 1–62, II: 65–138, so Geike [1942] S. 14) und Nachtragshände, zweispaltig, teilweise einspaltig (IIv–IIIr, 193v), 22 Zeilen, 1ra zehnzeilige rot-braune Schmuckinitiale, mehrzeilige rote Lombarden mit Fleuronné, rubriziert.

Schreibsprache:

ostmitteldeutsch und lateinisch.

II. Bildausstattung:

Zwei ganzseitige kolorierte Federzeichnungen auf Papier (eingeklebt). – Christliche Ikonografie.

Format und Anordnung, Bildaufbau und -ausführung, Bildthemen:

Vorderdeckel Innenseite: 230 × 175 mm. Christus in der Mandorla, über ihm zwei Engel mit Posaunen, neben ihm knien Maria und Johannes. Links unten Tor zum Paradies, rechts unten Höllenschlund. – Zum Text-Bild-Bezug des Jüngsten Gerichts vgl. die Einleitungen 106. und 106.10.

Rückendeckel Innenseite: 218 × 160 mm (in der Mitte beschädigt). Der Engel Gabriel in langem weißen Gewand beugt sein Knie vor Maria, die an einem kastenartigen Pult mit einem aufgeschlagenen Buch steht. – Verkündigung an Maria (kein Textbezug).

Farben:

Rot, Blau, Grün, Braun und Gold.

Literatur:

Oppitz 2 (1990) Nr. 304. – Wesemann (1885) S. 4; Geike (1942) S. 12f.; Kümper (2009) S. 352–355; Faszination Stadt (2019) S. 158 mit Abb. I.18 (Vorderdeckel).

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 224: Vorderdeckel Innenseite. Jüngstes Gericht.

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Abb. 224.