KdiH

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106.6.7. München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 216

Bearbeitet von Dagmar Hüpper

KdiH-Band 10

Datierung:

1475–1477 und später.

Lokalisierung:

Bayern.

Besitzgeschichte:

Schreiber und Erstbesitzer (?) Christoph Hueber, Schulmeister in Dingolfing, Eggenfelden und Landshut. Weitere Besitzeinträge von [Jo]hannsn Tieffenpach (nachgewiesen in Freising, 16. Jahrhundert; 1v) und Georg Parzner (1733 Kanonikus in Freising, St. Veit; 24r); dann 1733 im Chorherrenstift St. Veit in Freising (24r).

Siehe auch Nr. 106.4.15.

Inhalt: Sammelhandschrift, darin an juristischen Texten u. a. (Zählung berücksichtigt nur diese):
1. Ir–v, 4v, 21v–22v Privaturkunden (Abschriften)
darin ›Über den Eid‹ (18va–b), Zeugenbefragung (20va–b)
2. 24ra–60ra ›Oberbayerisches Landrecht‹ (von 1346)
3. 60ra–73ra ›Münchner Stadtrecht‹
4. 73va–77va Teilregister zu Text 1 und Register zu Text 2
5. 78ra–150vb ›Schwabenspiegel‹ Land- und Lehnrecht
siehe Nr. 106.4.15.
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, I + 163 Blätter (Bl. I und 1 beschädigt, zum Teil mit Textverlust), 315 × 210 mm, Bastarda, ein Schreiber, Christoph Hueber (1v, 14r, 73ra, 159rb, Rückendeckel), auf Ir–v und 1v–2r Einträge des 16. Jahrhunderts, überwiegend zweispaltig, 36–51 Zeilen, einfache schwarze und rote Zeichnungen, u. a. Ir–1r Bilderalphabet, 18vb Schwurhand, Cadellen, zwei- bis dreizeilige rote Lombarden (ausgeführt bis 142r), Rubrizierungen und Fleuronné.

Schreibsprache:

mittelbairisch.

II. Bildausstattung:

Eine kolorierte Federzeichnung zu Text 2 (24ra) und eine zu Text 5 (siehe Nr. 106.4.15.). – Verfassungsrecht.

Format und Anordnung, Bildaufbau und -ausführung, Bildthemen:

Die am Textbeginn positionierte, gerahmte Miniatur nimmt das obere Drittel der linken Spalte ein. Der junge Herrscher (Bügelkrone, Zepter) sitzt auf einem mehrstufig erhöhten, mit turmartigen Spitzen ausgestatteten Thron. In den beiden oberen Bildecken befinden sich zwei Wappen (ungelenk gezeichneter goldener? Löwe und Bayern-Rauten). – Das Thronbild zu Beginn der Rechtsaufzeichnung autorisiert den nachfolgenden Text.

Farben:

Rot, eventuell auch ausgewaschenes Gold bei der Krone und dem Löwenwappen, Grün, Beige, Ocker, Braun, Blau, Gelb.

Literatur:

Schneider (1970) S. 60–68; Oppitz 2 (1990) Nr. 1048. – Müller (1882) S. 329–335.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 184: 24r. Ludwig IV. mit Reichsinsignien.

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Abb. 184.