KdiH

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106.6.9. München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 1506

Bearbeitet von Dagmar Hüpper, Jonas Kemper und Friedel Roolfs

KdiH-Band 10

Datierung:

Um 1346.

Lokalisierung:

Bayern.

Besitzgeschichte:

Es wird angenommen, dass die Handschrift ein »Gebrauchsexemplar des Stadtgerichts München« gewesen sei (Schneider [1991] S. 189; vgl. auch Volkert [2010] S. 28). Im 18. Jahrhundert war sie im Besitz des Münchner Juristen und Historikers Johann Kaspar von Lippert, dessen Bibliothek 1821 teilweise von der Hofbibliothek erworben wurde.

Inhalt:
1va–56r ›Oberbayerisches Landrecht‹ (von 1346)
mit lateinischer Vorrede und Register (1va–5rb)
I. Kodikologische Beschreibung:

Pergament, 56 Blätter, 327 × 225 mm, Textura, sechs Hände (Schneider [1991] S. 188), einspaltig, Register zweispaltig, 31–32 Zeilen, Initialen und Überschriften in Rot, Rubrizierung.

Schreibsprache:

mittelbairisch.

II. Bildausstattung:

Eine Deckfarbeninitiale (6r) durch einen oberitalienischen Miniator, der um 1346 anzusetzen ist (Suckale [1993]). – Verfassungsrecht.

Format und Anordnung, Bildaufbau und -ausführung, Bildthemen:

Die zwölfzeilige, schmal gerahmte W-Initiale mit Ludwig IV. und Mitregenten nimmt etwa die Hälfte der Schriftbreite ein (70 × 85 mm). Sie erscheint insgesamt blass ausgeführt oder verwischt. Kopf-, Bund- und Fußsteg der Seite zeigen eine Bordüre mit Rankenornamentik, in die fünf Wappen gesetzt sind (Reich, Pfalz, Brandenburg, Hennegau-Holland, Bayern; vgl. Volkert [2010] S. 27f.). Der Bildtypus entspricht der Darstellung in Nr. 106.6.12. (vgl. auch Nr. 106.6.1., Nr. 106.6.5., und Nr. 106.6.10.).

Farben:

Gold, Violett, Rosa, Blau, Grau, Braun, Rot, Schwarz.

Literatur:

Schneider (1991) S. 188f. Suckale (1993) S. 244 (Kat.-Nr. 48); Volkert (2010) S. 27–29.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 179: 6rLudwig IV. und Mitregenten.

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Abb. 179.