106.6.9. München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 1506
Bearbeitet von Dagmar Hüpper, Jonas Kemper und Friedel Roolfs
KdiH-Band 10
Um 1346.
Bayern.
Es wird angenommen, dass die Handschrift ein »Gebrauchsexemplar des Stadtgerichts München« gewesen sei (
| 1va–56r |
›Oberbayerisches Landrecht‹ (von 1346)
mit lateinischer Vorrede und Register (1va–5rb)
|
Pergament, 56 Blätter, 327 × 225 mm, Textura, sechs Hände (
mittelbairisch.
Eine Deckfarbeninitiale (6r) durch einen oberitalienischen Miniator, der um 1346 anzusetzen ist (
Die zwölfzeilige, schmal gerahmte W-Initiale mit Ludwig IV. und Mitregenten nimmt etwa die Hälfte der Schriftbreite ein (70 × 85 mm). Sie erscheint insgesamt blass ausgeführt oder verwischt. Kopf-, Bund- und Fußsteg der Seite zeigen eine Bordüre mit Rankenornamentik, in die fünf Wappen gesetzt sind (Reich, Pfalz, Brandenburg, Hennegau-Holland, Bayern; vgl.
Gold, Violett, Rosa, Blau, Grau, Braun, Rot, Schwarz.
Abb. 179: 6r. Ludwig IV. und Mitregenten.