KdiH

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106.9.2. Toruń, Wojewódzka Biblioteka Publiczna (Öffentliche Bibliothek), Rkps 30

Bearbeitet von Gunhild Roth und Dagmar Hüpper

KdiH-Band 10

Datierung:

14. und 15. Jahrhundert. Die Holzschnitte sind um 1440 entstanden.

Lokalisierung:

Ostmitteldeutscher Raum.

Besitzgeschichte:

Vermutliche Vorbesitzer waren her steinger (16. Jahrhundert?, 164v) und George Kühn Anno 1657 (164r); der Codex kam zu unbekanntem Zeitpunkt an die Thorner Gymnasialbibliothek (Signatur R 4º.5).

Inhalt:
1. 2r–104v Sammlung Magdeburger Schöffensprüche
230 Sprüche (1360?), mit Register (2r–14r), das 224 Sprüche (fehlerhaft) zählt; vorangestellt Artikel über Gerade (2r), angeschlossen Judeneid (102r–103r) und Achtsformel (103r–104v)
2. 104v–163r Auszüge aus dem ›Meißner Rechtsbuch‹
Judenrecht (104v–111r) aus Buch III (Ortloff [1836] S. 168–178) und Distinktionen aus Buch IV (Ortloff [1836] S. 179–279)
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, I + 163 + I Blätter (Pergament: Vorsatz- [Missalefragment] und Nachsatzblatt [hebräischer Text] als Spiegel eingeklebt, inzwischen abgelöst), 200 × 150 mm, Bastarda, drei Hände (I: 2r–103r; II: 103r–111r; III: 112r–163r), einspaltig, 26–31 Zeilen, rote, blaue, gelbe Initialen, rubriziert.

Schreibsprache:

ostmitteldeutsch.

II. Bildausstattung:

Zwei in die Deckel eingeklebte kolorierte Holzschnitte: Schreiber, Handbuch 8 (1930) Nr. *612m und Nr. *423a, einfache Randzeichnungen (10v, 11r, 109v). – Christliche Ikonografie.

Format und Anordnung, Bildaufbau und -ausführung, Bildthemen:

Vorderdeckel Innenseite (146 × 111 mm): Christus als Weltenrichter. – Zum Text-Bild-Bezug vgl. die Einleitung zur Stoffgruppe 106.

Rückendeckel Innenseite (150 × 112 mm): Kreuzigung. – Die Ikonografie ist für Rechtsbücher nicht ungewöhnlich (vgl. etwa Nr. 106.7.6.).

Farben:

Rosa, Grün, Gelb, Ockergelb.

Faksimile:

TIB 162, S. 212 (Schreiber *423a) und S. 36 (Schreiber *612m).

Literatur:

Oppitz 2 (1990) Nr. 1423; Päsler (2000) S. 187f.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 205: Vorderdeckel und 1r. Christus als Weltenrichter.

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Abb. 205.