66r–67v Vorrede [D]er maister der sol billich und von nott wegen fürgeseczt werden …
67v–75r Vita Der saelig und lieb vater sanctus Simpertus der ist geziert gewesen …
75r–89v Mirakelsammlung Da man zalt tausent vnd hundert vnd in dem achzigosten Jar …
I. Kodikologische Beschreibung:
65v ganzseitiges Titelbild, ca. 140 × 90 mm, profilierter Kastenrahmen ohne Farbfüllung: Simpertus in Bischofsornat in der rechten Bildhälfte, in der Linken den Bischofsstab, die Rechte zum Schwur oder eher weisend erhoben, in der linken Bildhälfte Wolf mit Knabe im Maul.
a) Die Handschrift München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 3842 (Augsburg, um 1466/67) enthält ein weiteres nicht von Adilbertus abhängiges deutsches Leben des heiligen Simpertus (Williams-Krapp [1986]: Simpertus [2]) und dessen Mirakel, deren Niederschrift identisch sein könnte mit dem zweiten ›Libellus‹ Sigismund Meisterlins über die Wunder St. Simperts (Schneider [1991] S. 425). Zu den Mirakeln hat der Schreiber mitten im Text (9r–v) Skizzen eines gelb kolorierten Knochens und zweier Steine angebracht, die sich auf die Schilderung der Plagen beziehen, von welchen die Menschen wundersam erlöst werden!
b) Das Leben des heiligen Simpertus im Druck ›Das leben, verdienen, vnd wunderwerck der hailigen, Augspurger Bistumbs bischoffen‹ Augsburg: Sylvan Otmar 1516 (VD16 B 2050) nach Otmars lateinischem Druck ›Gloriosorum‹ desselben Jahres (VD16 B 2048) – an beiden war Veit Bild (1481–1529), Benediktiner in St. Ulrich und Afra, Augsburg, maßgeblich beteiligt, insbesondere an der Abfassung der lateinischen ›Vita s. Simperti episcopi‹ (vgl. Peter Rummel: Zur Verehrungsgeschichte des heiligen Simpert. Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 12 [1978], S. 22–49, hier S. 26 f.) – mit ganzseitigem Titelholzschnitt von Leonhard Beck (XLIIIr: der heilige Simpertus mit Wolf und Kind sowie Kirchenmodell, in Architekturrahmen) hat keine handschriftliche Überlieferung.