KdiH

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35.0.2. Klosterneuburg, Stiftsbibliothek, Cod. 4

Bearbeitet von Martin Roland

KdiH-Band 4/1

Datierung:

Um 1410. (Inner-)Österreich, Heinrich Aurhaym.

Besitzgeschichte:

Die 28r in der Glosse zur Prophezeiung Jakobs (Gn 49,10) genannte Datierung (1385) steht an derselben Stelle, in der im Schaffhausener Codex (Nr. 35.0.5.) das Datum 1330 vermerkt ist. Dort bezieht es sich wohl auf die überarbeitete Fassung des Evangelienwerkes, das hier adaptierte Datum wurde wohl aus der Vorlage übernommen. Erst im Jahre 1776 als Geschenk des Ferdinand von Mannagetta und Lerchenau in die Stiftsbibliothek gelangt (siehe Vermerk 1r).

Inhalt:
1. 1r Schenkungsvermerk
1v leer
2. 2r–5r Leseordnung

Nach einer kurzen Einleitung die nach dem Kirchenjahr geordneten Perikopen, in etwa der Hälfte der Fälle mit Angabe der originalen Foliierung des folgenden Werkes

5v leer
3. 6r–365r ›Klosterneuburger Evangelienwerk‹

Zweitfassung

365v leer
I. Kodikologische Beschreibung:

Pergament, 365 Blätter, 420–425 × 310–320 mm, Schriftspiegel 315–330 × 215–250 mm, zwei Spalten, 33–38 Zeilen, Textualis, ein Schreiber. Rubriken, rot gestrichelte Satzanfänge, rote Paragraphenzeichen, in der ersten Zeile mitunter kadellenartig erweiterte Buchstaben (selten mit Masken), am Beginn der einzelnen Kapitel entweder einfache zwei- bzw. dreizeilige rote bzw. blaue Lombarden (so auch am Beginn der Glossen innerhalb der Kapitel), größere Deckfarben- oder ab 69r auch Fleuronnée-Initialen (insgesamt 81 Stück, vgl. Haidinger [1983] S. 12); zusätzlich 96 historisierte Deckfarbeninitialen.

Schreibsprache:

bairisch-österreichisch.

II. Bildausstattung:

98 historisierte Deckfarbeninitialen.

Format und Anordnung:

Die Szenen sind in sechs- bis vierzehnzeilige Deckfarbeninitialen eingefügt. Bei einer I-Initiale befindet sich die Darstellung in einem Randmedaillon (91r); die Weihnachtsszene der Initiale 33r ist durch ein Randmedaillon ergänzt.

Bildaufbau und -ausführung:

Die Buchstabenkörper in der Regel floral gestaltet und von einem rechteckigen Rahmen umgeben. Die Zwickel des Außengrundes in Blattgold, das Binnenfeld farbig (meist rot bzw. orange) in der Regel mit Goldfiligran. Bei etwa einem Drittel der Initialen gehen von Ausläufern des Buchstabenkörpers Ranken mit fleischigem Akanthus aus. – Die Szenen sind einfach komponiert und verzichten weitgehend auf räumliche Ausgestaltung (z.B. 33r). Bei den einander meist einfach gegenüberstehenden Figuren dominieren die gleichsam expressiv ausgestalteten Falten über den darunter kaum merklichen Körpern und die kleinen Köpfe und Hände.

Der gesamte Buchschmuck des Codex stammt von der Hand des Heinrich Aurhaym, einem Illuminator, dem nach Hranitzky (2008) die Ausstattung von acht Codices zugeschrieben werden kann. Die Codices sind alle zwischen etwa 1410 und 1415 entstanden; die Auftraggeber (v. a. Stift Rein in der Steiermark und Koloman von Mannswerd, Pfarrer von Krainburg [heute Slowenien]) weisen nach Innerösterreich (Steiermark, Kärnten, Krain). Während der Fleuronnée- und Ornamentstil sich von einer im Umfeld Wiens um 1400 (1397–1404) tätigen Gruppe ableiten läßt (Verborgene Schönheit [1998] S. 32 f. u. Abb. 40–43), ist sein Figurenstil ohne Vorbilder des böhmischen Schönen Stils nicht vorstellbar; vgl. z. B. den Propheten Jesaja mit seinem hypertroph gefalteten Gewand, das – beinahe stärker als seine Mimik – die aufgewühlte emotionale Verfassung des Rufers Gottes ausdrückt. Viele andere Figuren sind aber bloß hochaufragende, mit den von der Jesaja-Figur bekannten faltenreichen Gewändern überblendete Säulen ohne besondere Aussagekraft (z. B. 22r). Ausführlich zu Aurhaym siehe u. a. Oettinger (1935) S. 59; Haidinger (1980) S. 36–38; Haidinger (1983) S. 14; Verborgene Schönheit (1998) S. 32–36; Hranitzky (2008).

Viele der Szenen sind nur wenig spezifisch erzählt, Figuren und Figurengruppen werden ohne große Variationen immer wiederholt. Oft wird auch gar nicht die eigentliche Handlung dargestellt, sondern die »Kommunikationssituation« (also z. B. Jesus predigt). Wie wenig den Illuminator die Drastik der Ereignisse faszinierte, macht auch die Auswahl deutlich, bei der die Passion fast vollständig ausgeblendet wurde.

Bildthemen:

Die Szenen wurden zuerst im Jahre 1961 von Röhrig und dann 1983 ohne große Abweichungen von Haidinger publiziert. Die folgende Liste adaptiert diese Vorgaben und verwendet für die Bibelzitate unpublizierte Vorarbeiten von Manuela Niesner und Robert Steinke. Sie beziehen sich auf den übersetzten Bibeltext, an dessen Anfang – gleichsam als Titelbild – die historisierte Initiale steht (es wurde jedoch darauf verzichtet, die versgenauen Angaben zu übernehmen, so daß jeweils die Perikopen als ganzes [mit Parallelstellen] angeführt sind). Die Verweise auf die Schaffhausener Handschrift beziehen sich auf Textbeginn und Standort der Randillustrationen, die ja nicht zwingend zu Beginn des Abschnittes stehen müssen.

6r Gott (Christustyp) thronend und segnend. Zum Prolog (Sir 1,1).
10r Evangelist Johannes, sein Evangelium schreibend. Zu Io 1,1–14 (Prolog des Johannesevangeliums).
11v Jesus von sechs seiner Vorfahren umgeben. Zu Mt 1,1–17.
12v Ein Engel verheißt Zacharias die Geburt eines Sohnes. Zu Lc 1,5–25.
21r Prophet Jesaja stehend. Zu den Prophetien zu Mariae Verkündigung (Is 7,10–25).
22r Mariae Verkündigung. Zu Lc 1,26–38.
23r Maria und Elisabet (jeweils mit sichtbarer Leibesfrucht) begrüßen einander (Mariae Heimsuchung). Zu Lc 1,39–56.
23v Ein Engel erscheint Josef. Zu Mt 1,18–25.
25r Maria und Josef. Zu einem apokryphen Abschnitt (24v–25v: Josefs Argwohn, Keuschheitsprobe; nach Konrad von Fußesbrunnen, ›Kindheit Jesu‹).
25v Prophet Jesaja stehend. Zur Prophetie zur Geburt und Beschneidung Johannes’ des Täufers (Is 49,1–3).
26v Evangelist Lukas schreibt die Perikope zur Geburt und Beschneidung Johannes’ des Täufers (Lc 1,57–80).
28r Patriarch Jakob stehend. Zu den Prophetien zur Geburt Jesu (Gn 49,10). [Schaffhausen 6r–6v]
29r Prophet Jesaja (Halbfigur). Zu den Prophetien zur Geburt Jesu (Is 35,1–10).
33r Maria vor dem auf einem Strahlenkranz liegenden Christuskind kniend; darüber Ochs und Esel (Binnenfeld der Initiale) und Hirten (Randmedaillon). Zu Lc 2,1–20. [Schaffhausen 8v]
39r Beschneidung Jesu. Zu Lc 2,21. [Schaffhausen 13r]
40r Die Könige überreichen dem auf Mariae Schoß sitzenden Christuskind ihre Geschenke. Zu Mt 2,1–12. [Schaffhausen 14r]
42r Darstellung im Tempel: Simeon nimmt von Maria das Christuskind. Zu Lc 2,22–32. [Schaffhausen 16v]
43r Maria und Josef (erstaunt über die Weissagung des Simeon). Zu Lc 2,33–40. [Schaffhausen 17v]
44r Flucht nach Ägypten. Zu Mt 2,13–18. [Schaffhausen 19r]
48r Ein Engel erscheint Josef (Aufforderung zur Rückkehr). Zu Mt 2,19–23. [Schaffhausen 23v–24r]
52r Der zwölfjährige Jesus umgeben von Lehrern im Tempel. Zu Lc 2,41–52. [Schaffhausen 29r]
57v Taufe Jesu. Zu Mt 3,13–17; Mc 1,9–11; Lc 3,21–22; Io 1,29–34. [Schaffhausen 35v]
58v Johannes der Täufer. Zur vorherigen Perikope und nicht zu Io 1,35–51 (Berufung der ersten Jünger).
60r Berufung von Jakobus und Johannes. Zur Berufung der ersten Jünger nach Lukas (Lc 5,1–11). [Schaffhausen 38r (Text) bzw. 39r]
60v Berufung der Fischer Petrus und Johannes. Zur Berufung der ersten Jünger nach Matthäus und Markus (Mt 4,18–22; Mc 1,16–20). [Schaffhausen 38v–39r]
61v Berufung des Matthäus. Zu Mt 9,9– 13; Mc 2,13–17; Lc 5,27–32. [Schaffhausen 40r]
62r Jesus fordert zur Nachfolge auf. Zu Mt 8,18–22; Lc 9,57–62. [Schaffhausen 40v]
63r Jesus wird vom Teufel in Versuchung geführt. Zu Mt 4,1–11; Mc 1,12–13; Lc 4,1–13. [Schaffhausen 41v–42r]
66r Hochzeit zu Kana: Jesus stehend und die Krüge, im Hintergrund die Tafel. Zu Io 2,1–12. [Schaffhausen 45r]
67v Jesus und Johannes taufen. Zu Io 3,22–36. [Schaffhausen 46v]
68v Johannes der Täufer wird ins Gefängnis geführt. Zu Mk 6,17–18; Lc 3,19–20. [Schaffhausen 47v]
72v Jesus predigt (in Galiläa). Zu Mt 4,12–17. [Schaffhausen 52r]
73r Enthauptung Johannes des Täufers. Zu Mt 14,3–13a; Mc 6,21–31. [Schaffhausen 53r]
74r Jesus und Nikodemus. Zu Io 3,1–21. [Schaffhausen 54r]
75v Jesus lehrt (in Galiläa). Zu Mt 4,23–25; Mc 1,39. [Schaffhausen 56r]
76v Jesus treibt in Kafarnaum einen bösen Geist aus. Zu Lc 4,31–37; Mc 1,21–28. [Schaffhausen 56v–57r]
78r Jesus und zwei Pharisäer (in Nazaret). Zu Lc 4,23–30. [Schaffhausen 57v]
79r Jesus heilt Kranke. Zu Lc 6,17–19. [Schaffhausen 49r]
79r Jesus predigt (Seligpreisungen); die Zuhörer als Apostel gekennzeichnet. Zu Mt 5,1–12; Lc 6,20–23). [Schaffhausen 59v]
81v Wehrufe Jesu (eine Person als Rei-cher gekennzeichnet). Zu Lc 6,24–26. [Schaffhausen 62r]
82r Zwei Jünger des Johannes richten an Jesus die Fastenfrage. Zu Mt 9,14–17; Mc 2,18–22; Lc 5,33–39. [Schaffhausen 62v]
82v Jesus erweckt die Tochter des Jairus. Zu Mt 9,18–26; Mc 5,21–43; Lc 8,40–56. [Schaffhausen 63v]
84r Tempelreinigung. Zu Io 2,12–25; Mt 21,12–13; Mc 11,15–17; Lc 19,45–46. [Schaffhausen 64v]
85v Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus. Zu Mt 8,14–15; Mc 1,29–31; Lc 4,38–39. [Schaffhausen 66v]
86v Jesus heilt Kranke (in Kafarnaum). Zu Lc 4,40–41; Mc 1,32–34. [Schaffhausen 67v]
87r Jesus heilt einen Aussätzigen. Zu Mc 1,40–45; Lc 5,12–16; Mt 8,2–4. [Schaffhausen 68r]
88v Jesus segnet einen Korb mit Broten und zwei Fische (1. Brotvermehrung). Zu Mt 14,13–21; Mc 6,32–44; Lc 9,10–17; Io 6,1–15). [Schaffhausen 69v]
91r Jesus rettet Petrus vor dem Ertrinken (Randmedaillon unter I-Initiale). Zu Mt 14,23–36; Mc 6,45–52; Io 6,16–21).
93r Jesus und der reiche Jüngling. Zu Mt 19,16–30; Mc 10,17–32; Lc 18,18–30.
95v Jesus spricht zu einem Pharisäer über die Nächstenliebe. Zu Lc 10,25–37.
96v Jesus spricht zu den Juden (die ihn in Kafarnaum finden). Zu Io 6,25–36.
97r Jesus heilt einen Besessenen. Zu Mt 12,22–50; Lc 11,14–32. [Schaffhausen 71r]
102v Jesus und der Hauptmann von Kafarnaum. Zu Mt 8,5–13; Lc 7,1–10. [Schaffhausen 76v]
104v Der Sturm auf dem See; die Jünger wecken den schlafenden Jesus. Zu Mt 8,23–27; Mc 4,35–41; Lc 8,22–25. [Schaffhausen 78v]
105r Jesus heilt einen Besessenen in der Gegend von Gadara. Zu Mt 8,28–34; Mc 5,1–5, 20; Lc 8,26–39. [Schaffhausen 79v]
109r Jesus heilt am Sabbat. Zu Mt 12,9–21; Mc 3,1–7; Lc 6,6–11. [Schaffhausen 83v]
110r Jesus und die heidnische Frau. Zu Mt 15,21–28; Mc 7,24–30. [Schaffhausen 85r]
114v Jesus legt seinen Finger in das Ohr eines Taubstummen und heilt ihn. Zu Mc 7,31–37. [Schaffhausen 89v]
115r Jesus berührt das Auge eines Blinden und heilt ihn. Zu Mc 8,22–26. [Schaffhausen 90r]
115v Jesus erweckt den Jüngling von Nain. Zu Lc 7,11–17. [Schaffhausen 90v]
116v Jesus spricht von einer Kanzel. Zu Mt 5,13–20; Mc 9,50; Lc 14,34–35. [Schaffhausen 91v]
119r Jesus spricht zu den Pharisäern. Zu Mt 5,21–30; Mc 9,43–50. [Schaffhausen 94r]
144v Jesus betritt mit zwei Jüngern ein Haus. Zu Mt 10,40–42.
154v Die Pharisäer fragen Jesus. Zu Mt 15,1–14; Mc 7,1–23. [Schaffhausen 105r]
159r Jesus und zwei Jünger. Zu Mt 16,13–23 (Messiasbekenntnis des Petrus). [Schaffhausen 109v]
161v Jesus verklärt, neben ihm Mose und Elija. Zu Mt 17,1–13; Mc 9,2–13; Lc 9,28–36. [Schaffhausen 111v]
168v Eine Sünderin (Maria Magdalena) salbt die Füße Jesu. Zu Lc 7,36–50; Mt 26,6–13; Mc 14,3–8; Io 12,1–8. [Schaffhausen 127r]
176r Die Mutter von Jakobus und Johannes bittet Jesus für ihre Söhne; die beiden Apostel als Kinder darge-stellt. Zu Mt 20,20–28; Mc 10,35–45. [Schaffhausen 135v]
178v Ein Pharisäer und ein Zöllner beten im Tempel. Zu Lc 18,9–14. [Schaffhausen 138r]
180r Jesus kommt in das Haus der Marta. Zu Lc 10,38–42. [Schaffhausen 140r]
193r Ein Pharisäer fragt nach dem größten Gebot. Zu Mt 22,34–46; Mc 12,28–40; Lc 20,40. [Schaffhausen 152v]
194v Jesus und die Witwe, die ihr Opfer in einen Opferstock wirft. Zu Mc 12,41–44; Lc 21,1–4. [Schaffhausen 154r]
199v Jesus verklärt, von Sonne, Mond und Sternen umgeben. Zu Mt 24,29–44; Mc 13,24–32; Lc 21,25–35. [Schaffhausen 159v]
211r Jesus als Richter. Zu Mt 25,31–46.
220r Jesus heilt einen Wassersüchtigen. Zu Lc 14,1–35.
226v Der reiche Prasser und Lazarus. Zu Lc 16,9–31. [Schaffhausen 173v]
229r Jesus heilt Aussätzige. Zu Lc 17,1–19. [Schaffhausen 176v]
236v Jesus und Zachäus. Zu Lc 19,1–28. [Schaffhausen 183r]
238v Jesus und die Samariterin beim Brunnen. Zu Io 4,1–46a. [Schaffhausen 184v]
241v Jesus heilt den Sohn eines königli-chen Beamten in Kafarnaum. Zu Io 4,46b–54. [Schaffhausen 187v]
242v Jesus heilt einen Kranken am Teich Betesda. Zu Io 5,1–24. [Schaffhausen 188v]
257r Jesus heilt einen Blindgeborenen. Zu Io 9,1–41. [Schaffhausen 201v]
269v Das hohepriesterliche Gebet Jesu. Zu Io 17,1–26. [Schaffhausen 210v]
271r Tempelreinigung. Zu Mt 21,12–19; Mc 11,21–26. [Schaffhausen 212r]
273v Auferweckung des Lazarus. Zu Io 11,1–46. [Schaffhausen 214r–215r]
276v Jesus auf einem Esel reitend. Zu Mt 21,1–9; Mc 11,1–11; Lc 19,28–40; Io 12,12–23 (Einzug in Jerusalem). [Schaffhausen 217v]
279r Jesus betet zum Vater. Zu Io 12,24–36. [Schaffhausen 220r]
281r Jesus am Kreuz mit Maria und Johannes. Bei Io 12,37–43, die Illustration jedoch wohl auf Io 12,32–33 (siehe oben) zu beziehen. [Schaffhausen 221v]
282r Die Führer des Volkes beschließen den Tod Jesu. Zu Io 11,47–54. [Schaffhausen 223r]
284v Letztes Abendmahl. Bei Mt 26,1b–2, 16–19; Lc 22,6–13, jedoch gleichsam als »Titelminiatur« zum Abendmahl zu verstehen. [Schaffhausen 225r (Text) bzw. 226v]
285r Fußwaschung. Zu Io 13,1–37. [Schaffhausen 225v–226r]
288r Jesus reicht Judas den Bissen. Bei Mt 26,26–29; Mc 14,22–25; Lc 22,19–20 (Einsetzung der Eucharistie), die Illustration jedoch zu Io 13,26–30 (siehe oben). [Schaffhausen 228v (Text) bzw. 226v]
293v Gefangennahme Jesu (Judaskuß). Zu Mt 26,47–56; Io 18,2–12; Mc 14,51–52. [Schaffhausen 234v–235r]
333r Drei Frauen mit Salbgefäßen beim leeren Grab. Zu Mc 16,1–4 und Mt 28,2–6; Mc 16,5–8; Lc 24,1–11 und Io 20,3–18. [Schaffhausen 276r]
338v Emmausgang. Zu Lc 24,13–35. [Schaffhausen 282r]
340r Jesus erscheint den Jüngern bei verschlossenen Türen. Zu Io 20,19–31. [Schaffhausen 283r–283v]
341r Thomas legt seine Finger in die Seitenwunde Jesu. Bei Io 21,1–25, jedoch einen Teil der vorhergehenden Perikope illustrierend. [Schaffhausen 285r (Text)]
345v Himmelfahrt Jesu. Zu Mc 16,14–20. [Schaffhausen 288v]
Farben:

Blau, Rotviolett, (Oliv-)grün, Grau, Orangerot, Blattgold, Goldfiligran. Selten auch Weiß und Gelb.

Digitalisat:

manuscripta.at

Literatur:

Haidinger (1983) S. 11–15. – Karl Oettinger: Der Illuminator Erzherzog Ernst des Eisernen. In: Festschrift Adolph Goldschmidt. Berlin 1935, S. 57–63, hier S. 59; Floridus Röhrig: Miniaturen zum Evangelium von Heinrich Aurhaym. Klosterneu-burg 1961 (Klosterneuburger Kunstschätze 1); Hedwig Heger in: Gotik in Österreich (1967) Nr. 414; Alois Haidinger: Studien zur Buchmalerei in Klosterneuburg und Wien vom späten 14. Jahrhundert bis um 1450. Phil. Diss. Wien 1980, S. 36–38 (http://www.ksbm.oeaw.ac.at/dissha/diss.htm); Kurt Gärtner: ›Klosterneuburger Evangelienwerk‹. In: 2VL 4 (1983), Sp. 1248–1258; Masser/Siller (1987) S. 91 f.; Ewald M. Vetter: Der Buchschmuck des Heinrich Aurhaym. In: Hugo von Montfort, Cod. Pal. Germ. 329. Kommentarband zum Faksimile. Wiesbaden 1988 (Facsimilia Heidelbergensia 5), S. 12–43, bes. S. 27 f.; Jürgen Tiede: Aurhaym. In: Allgemeines Künstler-Lexikon 5 (1992) S. 669 f.; Alois Haidinger: Verborgene Schönheit. Die Buchkunst im Stift Klosterneuburg. Katalog zur Sonderausstellung 1998 des Stiftsmuseums Klosterneuburg. Klosterneuburg/Wien 1998, S. 32–36, hier S. 33 f. u. Abb. 44; Martin Roland in: Gotik. Hrsg. von Günter Brucher. München 2000 (Geschichte der bildenden Kunst in Österreich 2), S. 156, 523, Kat.-Nr. 263; Ott (2002a) S. 45 f.; Beringer (2006), S. 12–15. 158–209; Katharina Hranitzky in: Mitteleuropäische Schulen VI (ca. 1410–1450). Österreich ohne Wien und Niederösterreich, Deutschland, Schweiz. Wien 2008 (Die illuminierten Handschriften und Inkunabeln der Österreichischen Nationalbibliothek 15), Beschreibung von Cod. Ser. n. 89.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Taf. VIIIb: 33r. ›Klosterneuburger Evangelienwerk‹: Maria betet das Jesuskind in der Glorie an, dahinter Ochs und Esel (historisierte Initiale); Hirten bei der Herde (Randmedaillon).

Abb. 63: 22ra. ›Klosterneuburger Evangelienwerk‹: Mariae Verkündigung (historisierte I-Initiale).

Abb. 64: 21r. ›Klosterneuburger Evangelienwerk‹: Prophet Jesaja (historisierte L-Initiale).

Abb. 65: 116r. ›Klosterneuburger Evangelienwerk‹: Jesus spricht von einer Kanzel (historisierte U-Initiale).

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Taf. VIIIb.
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Abb. 63.
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Abb. 64.
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Abb. 65.