KdiH

KdiH

_ (der Unterstrich) ist Platzhalter für genau ein Zeichen.
% (das Prozentzeichen) ist Platzhalter für kein, ein oder mehr als ein Zeichen.

Ganz am Anfang und ganz am Ende der Sucheingabe sind die Platzhalterzeichen überflüssig.

ß · © ª º « » × æ œ Ç ç č š Ł ł ́ ̀ ̃ ̈ ̄ ̊ ̇ ̋ ͣ ͤ ͥ ͦ ͧ ͮ Α Β Γ Δ Ε Ζ Η Θ Ι Κ Λ Μ Ν Ξ Ο Π Ρ Σ Τ Υ Φ Χ Ψ Ω α β γ δ ε ζ η θ ι κ λ μ ν ξ ο π ρ σ ς τ υ φ χ ψ ω ͅ ̕ ̔

26A.23.2. Zürich, Zentralbibliothek, Ms. A 113

Bearbeitet von Kristina Domanski

KdiH-Band 3

Datierung:

1462.

Lokalisierung:

Vermutlich Schweiz.

Besitzgeschichte:

Im 18. Jahrhundert im Besitz der Familie von Landenberg, Kanton Zürich (Gamper [1984] S. 193).

Inhalt:
1. S. 1–135, 174–287 ›Klingenberger Chronik‹, mit Fortsetzung bis zum Jahr 1460
2. S. 137–163 Tagebuchaufzeichnungen zur Geschichte des Basler Konzils

Hrsg. von Gustav Beckmann. In: Concilium Basiliense, Studien und Quellen zur Geschichte des Consils von Basel. Hrsg. mit Unterstützung der historischen und antiquarischen Gesellschaft von Basel. Bd. 5. Basel 1904, S. 2–84

3. S. 163–173 Sammlung von Versen, Urkunden u. a.

im Einzelnen aufgeführt bei Gamper [1984] S. 194 f.

I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, 149 gezählte Blätter (plus zwei Blätter zu Beginn 1*–2*, ein modernes Vor- und Nachsatzblatt; Seitenzählung mit Bleistift 1–300, schließt das Nachsatzblatt ein, S. 288–298 leer), 300 × 215 mm, einspaltig, 43–45 Zeilen, Bastarda, ein Schreiber: Hans Huͦpli (S. 287: Und ich her Hans Huͦpli han die coronik uß geschriben an dem Samstag vor Thome do man zuͦ den Barfuͦssen complet lut in dem lxij jar), rote Kapitelüberschriften, rote vierzeilige Initialen, Rubrizierung.

Schreibsprache:

alemannisch, mit schwäbischen Merkmalen (Henne [1861] S. XI), Zuweisung nicht möglich (Stettler [2007] S. 59).

II. Bildausstattung:

Eine lavierte Federzeichnung (S. 60), zu Beginn eine Doppelseite mit Wappen deutscher Könige (ein- und doppelköpfiger Reichsadler, 1*v–2*r), ausgeführte Wappen (S. 7, 8, 12, 19, 20, 26, 72, 75, 118, 120, 174), teils in den Text eingerückt (S. 7, 8, gerahmt, etwa 60 × 55 mm und etwa 42 × 40 mm) oder auf den Seitenrändern angebracht, auf den Seitenrändern Fahnenstangen (S. 60, 77, 81, 248, 250, 264), S. 57: gekreuzte Stangen, eine von ihnen gebrochen, S. 99: Wappenpyramide, S. 100: Päpstliches und Konstanzer Wappen (zum Konzil zu Konstanz), S. 136: Päpstliches und Basler Wappen (zum Konzil zu Basel), nicht ausgeführte Wappen (S. 6, 14).

Die einzige, ungerahmte Illustration (S. 60) zeigt einen Stier und einen aufrecht sitzenden Löwen (etwa 120 × 175 mm). Die geschickt ausgeführte Federzeichnung in schwarzer Tinte mit stellenweise breiter Kontur, wenigen kurzen Strichen für die Binnenzeichnung, mit Ocker und Rot (für die Tierzungen) laviert. Sie bezieht sich auf den vorangestellten Reim ›Ach löw was schmuckst du dinen wadel‹ dessen früheste Überlieferung die Handschrift bietet (Rochus von Liliencron: Die historischen Volkslieder der Deutschen. Bd. 1. Leipzig 1865, S. 123). Lied und Illustration stehen im unmittelbaren Kontext der Schlacht bei Sempach, in der Herzog Leopold III. von Österreich 1386 von den Eidgenossen besiegt wurde und fiel (zur Interpretation: Rattay [1986] S. 46 f. 65–71; Stettler [2007] S. 362. 141 Anm. 160; Bodmer [1976] S. 19).

Farben:

für die Wappen: Rot, Gelb, Blau, Schwarz, Grün.

Literatur:

Mohlberg (1951/1952) S. 4, Nr. 6; Gagliardi/Forrer (1931–1982) Sp. 89 f. – Haller 4 (1786) Nr. 375, S. 164–166; Henne (1861) S. X, Nr. 4; Georg von Wyss: Über eine Zürcherchronik aus dem fünfzehnten Jahrhundert und ihren Schlachtbericht von Sempach. Zürich 1862, S. 9; Gamper (1984) S. 192–195; Rattay (1986) S. 46 f., 65–71, 192 f.; von Scarpatetti 3 (1991), S. 165, Nr. 456, S. 299, Abb. 287 (S. 19); Stettler (2007) S. 10–60, Farbabb. S. 363–366 (S. 19, 20, 99, 60).

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 173: S. 60. Stier und Löwe als Illustration eines Liedes.

26A.23.2._Abb._173.jpg
Abb. 173.