KdiH

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70.3.c. Augsburg: Johann Schönsperger, 5.6.1486

Bearbeitet von Bernhard Schnell

KdiH-Band 7

Beschreibung:

2º, 258 Blätter, foliiert, zweispaltig, 42 Zeilen.

Der zweite Druck von Schönsperger stellt eine völlig überarbeitete Fassung dar. Das Ziel war offensichtlich, den Umfang wesentlich zu verringern, um so kostengünstiger zu werden. Aus diesem Grunde wurden sowohl die Type als auch die Holzschnitte verkleinert. Die Einsparungen beim Umfang erfolgten aber vor allem dadurch, dass der Text zweispaltig gedruckt wurde, wodurch viel Leerraum vermieden wurde. Anderseits hat Schönsperger das Bildprogramm im ersten Drittel des Werkes (bis zum Buchstaben K) erweitert. Besonders im untersuchen A-Bereich wurden neun neue Bilder eingefügt. Dies erfolgte offensichtlich nach einem festen Plan. In dem 52 Kapitel umfassenden A-Bereich, der 44 pflanzliche, sieben mineralische und eine tierische Droge behandelt, wurde im Mainzer Erstdruck keine einzige mineralische bzw. tierische Droge illustriert, während von den 44 Pflanzen nur fünf ohne Abbildung blieben. Dieses Ungleichgewicht hat Schönsperger korrigiert, indem er fünf mineralische Drogen mit Hilfe ihrer Attribute illustrieren ließ: Kap. 39 Aurum mit einem Goldpokal, Kap. 39 Argentum mit einem Reliquienkelch, Kap. 40 Argentum vivum mit einer Apothekerdose, Kap. 48 Arsenicum mit einer runden, halb geöffneten Apothekerdose und schließlich Kap. 50 Aqua mit einem Wasserkessel. In einer ganz ähnlichen Weise werden vier pflanzliche Drogen durch Attribute visualisiert: Kap. 37 Aloes lignum (ganz nach dem Text) mit einer in einem Fluss schwimmenden Pflanze, die durch ein Burgportal aus dem Paradies schwamm, Kap. 42 Amidum mit einer runden Apothekerdose, deren Deckel mit dem Stadtwappen von Basel versehen ist, Kap. 44 Armonicum mit einem Apothekergefäß mit breit ausladendem Fußrand und oberen Deckelrand, seitlich mit dem kleinen Wappen der Stadt Nürnberg (halber Adler und fünf Streifen) und Kap. 49 Acetum mit einem Essigkrug. Es ist unverkennbar, dass Schönsperger mit der Darstellung der Stadtwappen von Basel und Nürnberg, den beiden Zentren im deutschsprachigen Drogenhandel der Zeit, auf die dortige Käuferschicht abzielte. Die Auflage wurde ein großer Erfolg, so dass er im Gegensatz zu seinen Konkurrenten eine Reihe weiterer Auflagen verlegen konnte. Die Abbildungen sind seitenverkehrt zu seiner ersten Auflage, damit stimmt diese, was die Ausrichtung der Abbildungen anbelangt, wieder mit dem Erstdruck überein.

Literatur:

GW M09754.

Weitere Materialien im Internet:

GW; ISTC

Taf. LIIIa: Augsburg: Johann Schönsperger, 5.6.1486. München, Bayerische Staatsbibliothek, 2 Inc.c.a. 1771 b, cir. Schwertlilie.

Taf. LIIIb: Augsburg: Johann Schönsperger, 5.6.1486. München, Bayerische Staatsbibliothek, 2 Inc.c.a. 1771 b, diiijr. Aloes lignum.

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Taf. LIIIa.
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Taf. LIIIb.