KdiH

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26A.4.1. Leipzig, Universitätsbibliothek, Rep. IV 6

Bearbeitet von Ulrike Bodemann

KdiH-Band 3

Datierung:

Nach 1481 (Teil I); 1461, Nachträge um 1500 (Teil II).

Lokalisierung:

Thüringen.

Besitzgeschichte:

Im vorderen Innendeckel Holzschnittexlibris des Christoph Zobel (1499–1560), fürstlicher Rat und Juraprofessor in Leipzig (Skelett vor einem Tordurchgang, auf den Pfeilern je ein Wappen, Inschrift Christoph. Zobel I. v. D. Cara mihi ualde librorum cura meorum, / Nec numero ex omni est, quo caruisse uelim, / His tamen et licet acceptis utantur amici, / Restituant sumtos sed sine labe mihi), dessen Bibliothek nach seinem Tod der Leipziger Rechtsordinarius Franz Romanus erwarb. Möglicherweise später in den Grundbestand der Leipziger Ratsbibliothek gekommen, die 1677 von dem Advokaten des kurfürstlichen Oberhofgerichts Huldreich Groß gestiftet und 1836 zur Stadtbibliothek wurde.

Inhalt:
Vorgebunden Remissorium und Weichbild. Basel: Bernhard Richel [um 1475], Hain Nr. 13865, GW 9265
1. 1v–28v Ulrich Füetrer, ›Bayerische Chronik‹
Gekürzte Bearbeitung: Von Cnaeus Pompeius Magnus bis zur Geburt Karl Martells; 1v Reimpaarverse Auß Armenia vns her entspros ...–... als wir des gewiße vrkunde han; 3r Vorrede, 4r–28v Chronik
2. 29r–84v Bonjohannes de Messina, ›Speculum sapientiae‹, deutsch
3. 85r–108r Kapitelreihe zum Alten Testament
Unvollständig: Epistola Hieronymi ad Paulinum bis Iob
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, 108 Blätter (1r und 108v leer), 299 × 210 mm. Die Handschrift besteht aus drei Teilen, das Papier der Teile II und III mit gleichem Wasserzeichen. Teil I (Bl. 1–28) nach 1481: Bastarda, eine Hand, einspaltig, 31–32 Zeilen, zwei- bis dreizeilige Leerräume für Initialen, keine Rubrizierung. Teil II (Bl. 29–84): Bastarda, eine Hand (heinricus geree, datiert 1461, 84v), einspaltig, 32–37 Zeilen, rote Überschriften, zwei- bis dreizeilige rote Lombarden, 29r fünfzeilige gespaltene C-Lombarde, im Binnenraum anspruchslose Federzeichnung des Schweißtuchs der Veronika mit Inschrift ihu (darüber) cp̄us (darunter) zum Textbeginn. Teil III (Bl. 85–108) um 1500: humanistische Bastarda, eine Hand, einspaltig, 28–32 Zeilen, keine Rubrizierung.

Schreibsprache:

ostmitteldeutsch mit bairischen Spuren in den Versen.

II. Bildausstattung:

30 Leerräume (2r, 2v, 3v, 5v, 6r, 7r, 7v, 8v, 10r, 11v, 13r, 14r, 14v, 15r, 17v, 18r, 19v, 20r, 20v, 21v, 22r, 23r, 23v, 25r, 25v, 26r, 26v, 27r, 27v, 28r) zur Aufnahme von Illustrationen (Wappen oder Fürstenportraits?). 2r, 2v und 3v leer, 5v–28r mit zwei- bis vierzeiligen Überschriften, breiter als der Textblock oben, sowie unten links, rechts oder mittig Herrschernamen als Bildbeischriften (Theodo 7r, 14r, 15r [dreimal], 20v; Adelgerus 7v; Theodo des v’gemeltn̄ theodorus / Son reignete nach Adelgero 8v; Garibaldus 10r; Thasilo Adalgeri Son 11v; Thasilo 13r, 20r; Otilo 14v, 19v, 23r; Grymaldus 17v; Lotharius 18r, 25v, 27v; Theobertus 21v; Laudebertus 22r; Thasilo [links] Theodo [rechts] 23v; hugbertus 26r; Ornolfus 26v; Enchises 27r; Pippinus 28r; keine Namensbeischriften 5v, 6r, 25r).

Literatur:

Naumann (1838) S. 221f.; Pensel (1998) S. 377f. – Ulrike Bodemann: Cyrillus in Thüringen. Zu einer weiteren Übersetzung des ›Speculum sapientiae‹ ins Deutsche. ZfdA 124 (1995), S. 171–183.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus