KdiH

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26A.22.1. Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek, Ms. 62; Bremgarten, Stadtarchiv, Ms. 2; Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsZF 18

Bearbeitet von Kristina Domanski

KdiH-Band 3

Datierung:

1510–1532 (Bd. 2: 1510–1520, Bd. 3: nicht vor 1514 bis 1532).

Lokalisierung:

Bremgarten.

Besitzgeschichte:

Bd. 1 im 19. Jahrhundert im Besitz Johann Georg Bendikt Kefelers, Professor der Dogmatik in Freiburg i. Br., in Bd. 3 Besitzeinträge des 17. und 18. Jahrhunderts auf dem Spiegelblatt, u. a. von Fidel Anton Zurlauben (1720–1799), dessen Sammlung 1803 vom Kanton Aargau erworben wurde (Ladner [1983] S. 404).

Inhalt:
Bd. 1 Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek, Ms. 62
1r–209r Werner Schodoler, ›Eidgenössische Bilderchronik‹, Bd. 1
Bd. 2 Bremgarten, Stadtarchiv, Bücherarchiv Nr. 2
2v–183v Werner Schodoler, ›Eidgenössische Bilderchronik‹, Bd. 2
Bd. 3 Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsZF 18
1r–333v Werner Schodoler, ›Eidgenössische Bilderchronik‹, Bd. 3
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, 209 + 202 + 334 Blätter (+ je ein Vor- und Nachsatzblatt neueren Datums), einspaltig, Kanzleikursive, eine Hand (Werner Schodoler), drei- bis vierzeilige Initialen an den Kapitelanfängen, teilweise rubriziert.

Bd. 1: originale Blattzählung unten Mitte 1–48 (dabei 28 und 47 übersprungen) ab 49 unten rechts, meist beschnitten, moderne Bleistiftfoliierung (1–209, dabei 79a übersprungen), Blattgröße 400 × 240 mm, Schriftraum 295–300 × 175–185 mm, bis zu 49 Zeilen, Nachtrag 209r von anderer Hand, rote oder blaue Initialen an den Kapitelanfängen bis 20v, danach nicht ausgeführt.

Bd. 2: ältere Blattzählung in arabischen Ziffern in Tinte unten rechts, größtenteils beschnitten, moderne Foliierung I–XI, 1–183 (162a, b, c, sind leer, + 1 ungezähltes leeres Blatt), Blattgröße 405 × 290 mm, Schriftraum 250–260 × 165–175 mm, 40–48 Zeilen, Zusatz IVr von anderer Hand, rote Initialen an den Kapitelanfängen, Rubrizierung. Neun gerahmte Goldgrundinitialen mit Blatt- und Blütenranken (1r, 1v, 19r, 44v, 71r, 80v, 90v, 135r, 166r) unterschiedlicher Größe (zwischen 27 × 25 mm und 120 × 110 mm).

Bd. 3: originale Blattzählung unten Mitte mit rötlicher, oft verblaßter Tinte, Bleistiftfoliierung oben rechts, Blattgröße 400 × 290–295 mm, Schriftraum 255 × 145 mm (1r–280r), 300 × 160–190 mm (280v–333v), bis zu 48 Zeilen, Nachträge 61r, 262r, rote Initialen an den Kapitelanfängen nur bis 3r ausgeführt, 1r: Initiale I auf Goldgrund (120 × 85 mm), Blatt- und Blütenranke um den Schriftspiegel.

Schreibsprache:

alemannisch.

II. Bildausstattung:

Bd. 1: zwei ausgeführte Federzeichnungen (12v, 15r), 134 Freiräume für weitere Illustrationen von einem Drittel bis halber Seitenhöhe (3v, 5v, 6r, 6v, 9r, 9v, 10r, 10v, 11v, 13r, 17r, 17v, 18r, 21r, 22r, 22v, 23r, 24r, 25r, 25v, 26r, 26v, 27r, 29v, 30r, 30v, 31v, 32r, 32v, 34v, 38v, 42v, 43r, 44r, 44v, 45v, 47r, 48v, 49r, 49v, 51r, 52v, 53v, 55r, 58v, 59v, 61r, 61v, 62r, 62v, 64r, 65r, 65v, 66v, 68v, 69v, 70r, 70v, 71r, 72r, 72v, 73r, 78v, 79r, 82r, 85v, 86v, 87v, 91v, 92v, 93v, 96r, 97v, 99r, 101v, 104v, 105v, 106r, 106v, 111r, 114r, 115v, 117r, 121r, 122r, 122v, 124r, 125v, 126v, 127r, 129v, 130r, 134v, 136r, 137r, 137v, 138r, 138v, 139r, 139v, 140r, 142r, 144v, 145r, 146v, 147v, 148v, 153v, 155r, 156v, 158v, 159v, 161v, 162r, 163r, 164r, 165v, 167r, 168v, 169v, 170r, 171v, 172v, 174r, 184v, 186v, 187r, 189v, 190r, 191r, 191v, 194v, 198r, 205v), darunter ein Freiraum für ganzseitige Illustration (82r) zur Schlacht von Lauppen. Bei einigen Freiräumen, die auf einen Titulus folgen, aber weniger als ein Drittel der Seitenhöhe einnehmen, ist unsicher, ob sie für eine Illustration gedacht waren oder auf den großzügigen Umgang mit dem Beschreibstoff zurückzuführen sind (2r, 2v, 33v, 39v, 47v, 75r, 116r, 120r, 125r, 130v, 201v). – Die ausgeführte Illustration (12v) ist der zweiten Hand, die auch im zweiten und dritten Band gearbeitet hat, zuzuweisen.

Bd. 2: 131 kolorierte oder lavierte Federzeichnungen (2v, 5r, 6v, 7v, 12r, 14v, 15r, 16r, 16v, 17r, 17v, 18r, 19v, 24v, 25v, 26v, 27r, 27v, 29r, 29v, 30r, 30v, 31r, 32r, 32v, 33r, 34v, 35v, 36v, 37r, 45r, 46r, 46v, 48r, 50r, 51v, 52r, 53r, 53v, 58r, 59v, 60r, 61r, 62r, 62v, 63v, 65r, 65v, 66v, 67r, 68r, 69r, 71v, 72v, 74v, 75v, 76v, 79v, 80v, 90r, 91v, 92r, 93r, 93v, 94r, 97r, 98r, 99r, 100r, 101r, 101v, 102v, 104v, 105r, 105v, 106r, 106v, 107r, 109r, 109v, 110r, 111r, 112r, 112v, 113r, 113v, 114v, 115r, 115v, 116r, 116v, 117r, 118r, 118v, 119r, 119v, 120r, 120v, 121r, 121v, 122r, 122v, 123r, 123v, 124r, 124v, 125v, 126r, 126v, 127r, 127v, 129r, 130v, 131r, 132r, 133v, 134r, 168v, 169r, 169v, 170r, 171v, 172r, 173r, 175r, 176v, 177r, 178v, 179v, 180v, 182v) sowie ein ganzseitiges Wappen (VIIv) der Zürcher Familien von Cham und Wirz (Eltern von Schodolers Ehefrau Barbara). Drei Zeichner, unter ihnen der sogenannte ›Schodolerzeichner‹ sowie drei Koloristen, Initialen von einer weiteren Hand.

Bd. 3: 193 Federzeichnungen (4r, 4v, 5r, 6r, 6v, 7v, 8v, 9r, 9v, 10r, 10v, 11r, 11v, 12v, 13r, 15v, 16r, 16v, 18v [2], 19r, 20v, 22r, 26v, 27r, 27v, 29r, 32v, 35v, 37v, 42v, 47r, 48r, 50r, 50v, 51r, 56v, 57v, 61v, 62r, 62v, 63v, 64v, 66v, 67v, 78v, 79r, 79v, 80r, 80v, 81r, 82v, 83r, 83v, 84v, 85r, 85v, 86r, 86v, 87v, 88r, 89r, 90r, 99r, 100r, 101r, 101v, 102r, 103r, 104r, 104v, 107r, 107v, 108v, 109v, 110r, 110v, 111v, 112v, 115r, 115v, 117r, 117v, 121v, 123r, 125r, 126r, 127r, 128v, 129v, 130r, 131r, 131v, 132v, 134r, 135v, 136r, 136v, 137r, 138r, 138v, 140r, 145v, 146v, 147v, 153v, 155r, 155v, 156v, 158r, 158v, 159v, 161v, 162r, 162v, 163r, 163v, 164r, 165r, 167v, 170v, 172r, 173r, 175r, 176r, 177v, 179r, 180v, 181r, 182r, 194r, 194v, 195r, 196r, 196v, 199v, 200r, 202r, 203r, 207v, 209r, 210r, 213r, 214r, 215v, 216v, 218r, 219v, 220r, 220v, 221r, 221v, 222v, 224r, 225r, 225v, 226v, 228v, 229r, 231r, 231v, 232r, 233v, 238r, 239r, 241r, 242v, 246r, 246v, 247r, 247v, 248r, 249v, 250r, 251v, 255r, 256v, 258v, 259r, 260r, 261r, 263r, 264r, 265r, 268r, 268v, 270r, 270v, 271v, 273r, 275r, 275v, 276r, 276v, 277v, 278r), danach 27 Freiräume (286v, 287v, 288v, 290r, 291r, 298r, 298v, 299r, 300r, 301r, 304r, 309r, 310v, 311v, 312v, 315v, 316v, 317v, 319v, 323r, 324r, 325r, 325v, 326r, 327v, 330v, 333v); bis auf eine Ausnahme (4r) unkoloriert geblieben, einige mit Ansätzen zu Kolorierung (6r, 8v, 16v). 148r unten: Löwe als Wappenhalter (waagerecht dreigeteilt). 209r: Jahreszahl 1514 auf einem Grenzstein. Bis auf wenige Ausnahmen zu Beginn vom ›Schodolerzeichner‹, Initialen von einer weiteren Hand.

Format und Anordnung:

Die ausgeführten Zeichnungen nehmen ein Drittel oder die Hälfte des Schriftspiegels ein, sind mit Bildüberschriften versehen, unregelmäßig über die Bände verteilt.

Bd. 1: Die halbseitige, einfach schwarz gerahmte Federzeichnung (12v) zu Kap. 24 von annähernd quadratischem Format (185 × 170 mm) zeigt die Belagerung und Zerstörung Ulms 1127 durch Herzog Lothar von Sachsen und ist mit laviert aufgetragenen Farben, hauptsächlich Blau, Grün, Rot und Braun, koloriert. Die zweite unkoloriert gebliebene Zeichnung (15r) zu Kap. 28 bezieht sich auf Erscheinungen wundersamer Gestirne.

Bd. 2: Federzeichnungen einfach schwarz oder rot gerahmt.

Bd. 3: Die überwiegend ungerahmten Federzeichnungen nehmen ein Drittel bis die Hälfte des Schriftspiegels ein, nur acht füllen den gesamten Schriftspiegel oder sind ganzseitig angelegt (13r, 16v, 32v, 32v, 176r, 224r, 248r, 255r).

Bildaufbau und -ausführung:

An den Textillustrationen sind drei Zeichner sowie drei nicht mit ihnen identische Koloristen beteiligt. Vom ersten Zeichner stammen sieben Federzeichnungen im vorderen Teil des zweiten Bandes (2v, 6v, 14v, 15r, 27v, 45r, 51v), charakterisiert durch zarte Konturen mit dünner schwarzer Feder, kaum Binnenzeichnung oder Schraffuren (Menz [1983] S. 369 Anm. 11). Von der zweiten Hand, nach Josef zemp Werner Schodoler selbst (Zemp [1897] S. 129), stammen 42 Illustrationen im zweiten Band (24v, 37r, 50r, 62r, 62v, 65r, 75v, 90r, 91v, 98r, 101r, 105r, 106v, 107r, 109r, 109v, 110r, 111r, 112v, 115r, 116v, 119r, 119v, 120r, 122r, 123v, 124r, 124v, 125v, 130v, 133v, 134r, 168v, 169r, 169v, 171v, 172r, 176v, 177r, 178v, 180v, 182v; vgl. Menz [1983] S. 369 Anm. 12) und einige Zeichnungen im dritten Band (4r, 4v, 5r, 6r, 7v, 8v, 22r; vgl. Zemp [1897] S. 129; Menz [1983] S. 375), in brauner Tinte ausgeführt, kräftige Figuren, ausschließlich auf Konturzeichnung angelegt, kaum Binnenzeichnung.

Der dritten Hand, dem sogenannten ›Schodolerzeichner‹ (Stettler [1943] S. XX), sind in Bd. 2 82 Zeichnungen in schwarzer Tinte zuzuweisen (5r, 7v, 12r, 16r, 16v, 17r, 17v, 18r, 19v, 25v, 26v, 27r, 29r, 29v, 30r, 30v, 31r, 32r, 32v, 33r, 34v, 35v, 36v, 46r, 46v, 48r, 52r, 53r, 53v, 58r, 59v, 60r, 61r, 63v, 65v, 66v, 67r, 68r, 69r, 71v, 72v, 74v, 76v, 79v, 80v, 92r, 93r, 93v, 94r, 97r, 98r, 99r, 100r, 101v, 102v, 104v, 105v, 106r, 112r, 113r, 113v, 114v, 115v, 116r, 117r, 118r, 118v, 120v, 121r, 121v, 122v, 123r, 126r, 126v, 127r, 127v, 129r, 131r, 132r, 170r, 173r, 175r, 179v; vgl. Menz [1983] S. 370 Anm. 17), dazu fast der gesamte Bd. 3; der Zeichner ist bislang nicht identifiziert (Zemp [1897] S. 129; Rott [1938] S. 170 f.; dazu auch Menz [1983] S. 379 f.). Charakteristisch sind dralle Figuren mit kräftigen, häufig mehrfach in unterschiedlicher Stärke nachgezogenen Konturen, sparsame, aber deutliche Binnenzeichnung, um die Plastizität der Körper hervorzuheben, häufig leere Kreise für Augen.

Die Kolorierung des zweiten Bandes (im dritten Band nur ansatzweise ausgeführt) stammt von drei verschiedenen Händen und stimmt nicht mit der Händescheidung der Zeichnungen überein, da sowohl Zeichnungen der zweiten Hand als auch des ›Schodolerzeichner‹ von derselben Hand koloriert wurden (Zemp [1897] S. 135 f.; Menz [1983] S. 372 f.). Der erste Kolorist im vorderen Teil des zweiten Bandes arbeitet mit starkfarbigem, eher deckendem Farbauftrag in Rot, Grün, Blau, Gelb. Eine Reihe von Illustrationen, sowohl des zweiten Zeichners als auch des ›Schodolerzeichners‹, im mittleren Teil des Bandes mit dem Monogramm HD und einem Schweizerdolch bezeichnet (34v, 35v, 60r, 63v, 68r, 69r, 71v, 72v, 74v, 76v, 79v, 80v, 90r, 91v, 92r, 93r, 93v, 94r, 97r, 98r, 99r, 101v, 102v, 104v, 105r, 105v, 106r, 106v, 109v, 110r, 112r, 113r, 113v, 114v, 115v), das eventuell für den Maler Hans Dig steht (Zemp [1897] S. 135 f., vgl. auch Stettler [1943] S. XVIII; Menz [1983] S. 373 f.). Kennzeichnend sind ein lavierender Einsatz der Farbe, oftmals durchscheinender Papiergrund sowie die Bevorzugung von Graublau und Dunkelgrün, die den Zeichnungen atmosphärischen Charakter verleiht. Der dritte Kolorist arbeitet überwiegend im letzten Teil des Bandes (ab 119r) mit wenigen Farben, zumeist Gelbbraun in Schattierungen, laviertem Rostbraun und hellem Blau (Rüstungen).

Bevorzugt werden vor allem zwei Bildtypen: Kleinere Gruppen von Eidgenossen agieren, den Bildraum nahezu füllend, in einer knapp durch Weg, Hügel und einige Sträucher oder Bäume markierten Landschaft. Größere Figurengruppen werden eingebettet in eine tiefenräumliche, topographisch anmutende, gleichwohl typisierte Landschaft in Vogelschauperspektive. Verwendung topischer Staffagefiguren wie dem durstigen Kriegsmann am Brunnen, Spannen der Armbrust, Verrichten der Notdurft (Bächtiger [1983] S. 394).

Bildthemen:

Hauptthema der Textillustrationen ist kriegerisches Geschehen, in erster Linie Auszüge eidgenössischer Truppen, Kämpfe zu Lande und zu Wasser, Angriffe und Belagerungen, Brandstiftung, Entsendung von Boten, Verhandlungen zwischen Kriegteilnehmern, Beschaffung von Nahrungsmitteln; Szenen friedlichen Bildinhaltes oder höfischen Ambientes bleiben die Ausnahme. (Liste der Bildthemen s. Beilagen zum Faksimile Bd. 1 und Bd. 2). Auswahl und Anordnung der Illustrationen im Text entsprechen im zweiten Band weitgehend – mit einigen Auslassungen – dem zweiten Band der ›Berner Chronik‹ Diebold Schillings, der maßgeblichen Textvorlage Schodolers (Vgl. Nr. 26A.19.1., Bächtiger [1983] S. 382; Menz [1983] S. 371 f.), zur Auseinandersetzung und dem Anschluß der Bremgartener an die Eidgenossen (Kap. 131–135) ein zusätzliches Bild eingefügt (65v, Errichtung einer Palisade durch die Bremgartener). Die ganzseitigen Darstellungen sind vorrangig Ereignissen des Burgunderkrieges gewidmet: dem Gastmahl des Herzogs von Burgund und Kaiser Friedrich III. in Trier (32v), dem Burgundischen Lager vor Neuss (32v), den Schlachten von Grandson (176r), Murten (224r, rechts fehlt ein Streifen von 4 cm Breite) und Nancy (248r), sowie einem Festmahl am burgundischen Hof (255r).

Im dritten Band orientieren sich Bildgestaltung und Auswahl weniger deutlich an den Illustrationen zur ›Berner Chronik‹ Diebold Schillings (vgl. Nr. 26A.19.1., Menz [1983] S. 375).

Farben:

Beim ersten Koloristen Rot, Grün, Blau, Gelb, beim zweiten Graublau und Dunkelgrün vorherrschend, der dritte Kolorist verwendet vorwiegend Gelbbraun, Rostbraun und helles Blau.

Digitalisat:

Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek, Ms. 62: http://www.e-codices.unifr.ch/en/list/one/lsb/Ms0062

Bremgarten, Stadtarchiv, Ms. 2: http://www.e-codices.unifr.ch/en/list/one/stab/0002

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsZF 1: http://www.e-codices.unifr.ch/en/list/one/kba/Ms-ZF-0018

Faksimile:

Die eidgenössische Chronik des Wernher Schodoler um 1510 bis 1535. Hrsg. von Alfred A. Schmid u. a. Bd. 1: Faksimile der Handschrift Bücherarchiv Nr. 2 im Stadtarchiv Bremgarten; Bd. 2: Faksimile der Handschrift MsZF 18 in der Aargauischen Kantonsbibliothek Aarau; Bd. 3: Kommentar. Hrsg. von Walther Benz, mit Beiträgen von Franz Bächtinger, Eugen Bürgisser, Pascal Ladner, Cäsar Menz und Eduard Studer. Luzern 1980–1983.

Literatur:

Zemp (1897) S. 127–137, Abb. 37 (Bd. 2, 31r, 94r); Rott (1938) S. 170 f.; Muschg/Gessler (1941) S. 186–191, Farbabb. 149, 150, 155, 160 (Bd. 2, 35r, 34r, 79r, 97r), Abb. 148–184; Stettler (1943) Abb. 1–55; Zu Bd. 3: Burgunderbeute (1969) Kat. Nr. 22, S. 69–71; von Scarpatetti 1 (1977) S. 8, Nr. 16; Pfaff (1991) S. 19 f., Abb. S. 121; RSM 1 (1994) S. 65.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 169: Bd. 1, 12v. Werner Schodoler, ›Eidgenössische Bilderchronik‹: Belagerung einer Stadt.

Abb. 170: Bd. 2, 53v. Werner Schodoler, ›Eidgenössische Bilderchronik‹: Die Zürcher errichten eine Landwehr.

Abb. 172: Bd. 3, 32v. Werner Schodoler, ›Eidgenössische Bilderchronik‹: Festmahl Karls des Kühnen in Trier.

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