KdiH

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93.7.1. Augsburg, Universitätsbibliothek, Cod. III.1.4º 31

Bearbeitet von Christine Stöllinger-Löser

KdiH-Band 9

Datierung:

1475.

Lokalisierung:

Schwaben.

Besitzgeschichte:

Besitzeintrag 1r Margret von Lichen (Margarete von Lichau, Zisterzienserin im Kloster Kirchheim am Ries, gest. 1563; vgl. Nebinger [1976] S. 60 [zum 29. Nov.]). Margarete brachte die Handschrift möglicherweise bei ihrem Eintritt in das Kloster mit (Schneider [1988] Einleitung zum Katalog S. 14f.), oder sie wurde in Kirchheim selbst geschrieben (Montag [1968] S. 96). Als Folge der Säkularisation 1803 im Besitz der Fürstlich Oettingen-Wallerstein’schen Bibliothek in Maihingen, später Harburg, seit 1980 in der Universitätsbibliothek Augsburg.

Inhalt:
1. 2r−62r Marquard von Lindau, ›Eucharistietraktat‹
2. 62r−66v Marquard von Lindau, Predigt von den Märtyrern
3. 73r−88v Marquard von Lindau, Messerklärung aus dem Eucharistietraktat
4. 89r−102av Legende der hl. Birgitta von Schweden aus ›Der Heiligen Leben‹
5. 103r−172v, 180v−181r, 184r−287r Auszüge der ›Offenbarungen‹ Birgittas von Schweden
Textstellen verzeichnet bei Montag (1968) S. 12
In Text 5 eingeschoben:
6. 173r−180v Ablässe des Birgittenordens, speziell für Maihingen
7. 181r−183v Privilegien des Birgittenordens
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, 291 Blätter (neue Blattzählung 1−290, 102 doppelt gezählt; Bl. 67−72, 202v−204v, 287v−290 unbeschrieben), 203−210 × 145−155 mm, Bastarda, durchgehend eine Hand, einspaltig, 17−21 Zeilen, Rubrizierungen (Lombarden, Überschriften, Strichelungen, Unterstreichungen).

Schreibsprache:

ostschwäbisch.

II. Bildausstattung:

Auf 199v (innerhalb des Textes über das Passionsfest) aufgeklebte kolorierte Federzeichnung; sie ist genau an der Textstelle eingefügt, an der Maria der Visionärin Birgitta davon berichtet, wie sie ihren toten Sohn auf den Knien hält.

Format und Anordnung, Bildaufbau und -ausführung, Bildthemen:

Ganzseitig, in rotem Rahmen, der zum Teil abgeschnitten ist: Pietà. Unter einem T-förmigen Kreuz mit zwei blutigen Nägeln sitzt Maria in der weißen Tracht der Birgitten, mit rot-violettem Nimbus, den halb aufgerichteten Leichnam Jesu (dieser mit rotem Kreuznimbus) im Schoß, auf grünem Rasenstück, dahinter zwei Hügel; Jesus mit braunem Bart und langem Haar, bekleidet nur mit dem Lendentuch, der Körper mit vielen Blutspuren. Feine Zeichnung der Gesichter und Körper, Falten, Schraffuren.

Farben:

Rot, Violett-Rot, Gelbgrün, Weiß, Blau, Braun.

Literatur:

Grupp (1897) S. 9 Nr. 245; Schneider (1988) S. 318–320. – Montag (1968) S. 11f., 93−96 u. ö. (siehe Reg. S. 348); Schromm (1998) S. 367, Abb. 16.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 163: 199v. Pietà.

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Abb. 163.