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93.7.d. Nürnberg: Anton Koberger für Florian Waldauf von Waldenstein, 1502

Bearbeitet von Christine Stöllinger-Löser

KdiH-Band 9

Beschreibung:

2o, 347 Blätter (die Vorreden gesondert gezählt als I−XV; danach A1–hh7), einspaltig, 53 Zeilen, rote und blaue Lombarden, bei Beginn des ersten Buches (A1r) eine siebenzeilige Deckfarbeninitiale I mit Blattvergoldung.

Bildausstattung:

17 Seiten mit 58 Holzschnitten unterschiedlicher Größe von insgesamt 30 Stöcken. Darunter sieben ganzseitige Bilder: Ir die thronende Birgitta übergibt ihrem Orden die Regel (Titelholzschnitt); IIIr, IIIv Wappenseiten; T4v Kreuzigung; c3v Birgittas Leitervision (Beginn von Buch V); t5v Birgitta thronend mit gekrönten Personen und Engeln, darüber Gottvater oder Christus mit Schwert, darunter Höllenrachen (Beginn von Buch VIII); y8v Wiederholung des Titelholzschnittes (Beginn der Ordensregel). Die anderen zehn Bildseiten enthalten jeweils mehrere Register mit kleineren Bildern, zwischen die kleinere Textteile eingefügt sind (einige Holzschnitte werden als ganze Seite oder als Teilbilder wiederholt): zur Vorrede: XIIr , XIIv, XIIIr die betende Birgitta, darüber Christus, Maria, Engel, daneben Stifter (XIIr) bzw. Gelehrte (XIIv, XIIIr); zu Beginn der übrigen Bücher: XVv, F5r, L1r, O3v, f2r, p1r Birgitta umgeben von jeweils verschieden zusammengestellten Figuren (z. B. Christus, Maria, Engeln, Heiligen, Prälaten, Betenden, Rittern) oder Höllendarstellungen; vor Beginn des Briefes des Einsiedler-Bischofs Alfons von Gienen (= Jaen) an die Könige: s2r Birgitta und Bischof Alfons in einer Studierstube, darüber Christus, Maria, Engel.

Der deutsche wie schon der vorauf gehende lateinische Druck Kobergers von 1500 (GW 04392) wurden auf Veranlassung Kaiser Maximilians I. von Florian Waldauf von Waldenstein (†1510) herausgegeben (vgl. Montag [1968] S. 104–123). Sie enthalten dieselben Illustrationen (jedoch fehlt in der deutschen Ausgabe das letzte Bild der lateinischen: Magister Magnus, als Gelehrter in Studierstube). An neuen Bildinhalten sind gegenüber der Ghotan’schen Ausgabe von 1492 (siehe Einleitung der Untergruppe 93.7.) nur die beiden Wappen Kaiser Maximilians und Waldaufs hinzugekommen. – Zu dem ebenfalls von Waldauf herausgegebenen Haller Heiltumsbuch vgl. Untergruppe 52.3.

Der Schöpfer der Holzschnitte bleibt anonym (sog. Birgittenmeister). Eine direkte Beteiligung Albrecht Dürers oder eines seiner Schüler wird heute in der Forschung abgelehnt, jedoch werden einzelne Figurenmotive als von ihm beeinflusst erachtet (Christus am Kreuz; vgl. SMS [2004] S. 487f.; Schulz hält noch Dürers Mitarbeit an den beiden Wappenseiten für möglich, Albrecht Dürer [2011] Bd. I, S. 286 [Ulrich Schulz]). Ein Zusammenhang wird auch mit den Widmungsholzschnitten des sog. Celtis-Meisters diskutiert (in Celtis’ Ausgabe der ›Opera Hrotsvitae‹, Nürnberg: Drucker der Sodalitas Celtica, 1501).

Literatur:

VD16 B 5596. – Stadler (1913) S. 244–251; Schramm 17 (1934/1981) Abb. 600–617 (aus Kobergers lateinischem Druck von 1500); Meder (1932) S. 260f., 278f.; Collijn (1934−1938) S. 196–199; Montag (1968) S. 104–123; Hägele (1994) S. [4] (Abb. des Titelholzschnittes aus dem lateinischen Nürnberger Druck von 1500); SMS 3 (2001) S. 487–490 [mit älterer Lit.], Nr. A 34, Abb. 34.1.2.3. (Titelholzschnitt, zwei Wappenseiten); Wegmann (2003) S. 39–42, Abb. 66 (nach dem lateinischen Druck Nürnberg: Koberger 1500); Hägele (2004) S. 9 (Abb. Nr. 5: Birgitta und Petrus Olavi); Albrecht Dürer (2011) Bd. I, S. 286f. [Ulrich Schulz], Abb. B 8 (Nr. 17: Birgitta verteilt ihre Ordensregel); Ein Reichtum (2021) S. 70f.

Weitere Materialien im Internet:

VD16 B 5596

Abb. 168: München, BSB, Rar. 425, c3v. Hl. Birgitta, darüber Himmelsleiter-Vision.

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Abb. 168.