KdiH

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85.7.1. ehem. Strasbourg, Bibliothèque municipale, ms. A 80

Bearbeitet von Isabel von Bredow-Klaus

KdiH-Band 9

Datierung:

1441 (1r).

Besitzgeschichte:

Aus dem Nachlass Laufenbergs in die Johanniterbibliothek Straßburg gelangt, die in die Stadt- und Universitätsbibliothek überging. Mit dieser 1870 verbrannt.

Inhalt:
1r–180v Heinrich Laufenberg, ›Buch der Figuren‹

Heinrich. ze Friburg dechan vohet hie ze dihtend an M vier c vier x ein i Do wart gedicht dis bücheli. Diß buoch sol herr dir sin bekant Der figuren buoch ist es genant Vorrede: Got riches guot, grundloser schatz, Almehtig kraft on endes satz... Rekonstruktion eines Fragmentes des Textes anhand von Engelhardt (1823) und Massmann (1832), abgedruckt bei Menge (1976) S. 545–555

I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, 180 Blätter, »mäßiges Folio«, »in Kanzley übergehende Minuskel«, zweispaltig (alle Angaben nach Engelhardt [1823] S. 26).

II. Bildausstattung:

Eine kolorierte Federzeichnung auf dem ersten Blatt und 136 weitere kolorierte Federzeichnungen im Text.

Format und Anordnung, Bildaufbau und -ausführung, Bildthemen:

Ein Autorbild und 136 Präfigurationen der Maria (alttestamentliche Figur, die auf Maria ausgedeutet wird, mit Schlussgebet), die jeweils von einer kolorierten Federzeichnung begleitet wurden.

Nur das Autorbild lässt sich anhand einer Reproduktion beurteilen. Der Schreiber sitzt an einem als Kirchenbau konzipierten Pult, vor ihm aufgeschlagen ist der Beginn des Textes zu lesen. Aus seiner Schreibfeder entrollt sich das Spruchband mit Kolophon (Heinrich ze Friburg Dechan vohet hie ze dihtend an). Laufenberg trägt eine weite, gegürtete Tunika mit einem schwarzen Überwurf und eine schwarze Kappe. An seinem Gürtel hängen ein weißer Beutel und zwei Messer. Weitere Details und Hinweis auf Laufenbergs Schriftstellertätigkeit sind weitere drei Bücher, die in Nischen im Schreibpult angeordnet sind. Als Hintergrund dient ein mit Blätterranken (?) verzierter Vorhang.

Mit einem konzentrierten Ausdruck im fein geschnittenen Gesicht arbeitet Laufenberg am ›Buch der Figuren‹. Die perspektivischen Verkürzungen und die Körperproportionen im Bild sind nicht stimmig, so ist zum Beispiel der Unterkörper Laufenbergs zu lang im Vergleich zu seinem Oberkörper. Die Proportionen der Figuren, »kurz und zwergartig« nach Engelhardt (1823, S. 28), scheinen ein generelles Problem der Bildausstattung gewesen zu sein. Ob Heinrich Laufenberg tatsächlich, wie von Engelhardt suggeriert, auch die Bilder ausgeführt hat, muss fraglich bleiben, bezieht sich seine Begründung doch nur auf einen Satz aus dem ›Regimen‹, in dem er sagt, er habe auch Bilder entworfen (vgl. hierzu Nemes [2015] S. 16 Anm. 31).

Farben:

Hellbraun, Weiß, Schwarz, Grün, Gelb, Mennig, Violett (nach Engelhardt [1823] S. 29).

Literatur:

Engelhardt (1823) S. 25–42, Taf. XIX; Könnecke (1895) S. 102, Abb. Autorbild; Nemes (2015) S. 11–13, 16–17, 84, Abb. Autorbild als Frontispiz.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus