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KdiH

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12.1.1. Laubach, Gräflich Solms-Laubach’sche Bibliothek, Hs. T

Bearbeitet von Norbert H. Ott

KdiH-Band 2

Datierung:

1395 (S. 758).

Lokalisierung:

Vermutlich Kloster Arnsberg bei Lich, Nordhessen 1803 von der Gräflich Solms-Laubach’schen Bibliothek in Laubach, Nordhessen, erworben.

Inhalt:
S. 1–758 Otto II. von Freising, ›Barlaam und Josaphat‹
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier, 29 Pergamentblätter (jeweils die äußeren Doppelblätter der Lagen 1–29 [= S. 1/2, 9/10, 11/12, 19/20, 21/22, 23/24, 33/34, 35/36, 45/46, 47/48, 57/58, 59/60, 69/70, 71/72, 81/82, 83/84, 93/94, 95/96, 105/106, 107/108, 117/118, 119/120, 129/130, 131/132, 141/142, 143/144, 153/154, 155/156, 165/166]), 758 Seiten, S. 759/760 leer, 211 × 144 mm, Textualis und Bastarda in Sepia und Schwarz, zwei Hände (I: S. 1–156, Textualis; II: S. 157–758, Bastarda), 17–26 Zeilen, abgesetzte Verse, nicht rubriziert, zwei- bis dreizeilige Leerräume für Initialen.

Schreibsprache:

rheinfränkisch.

II. Bildausstattung:

Eine kolorierte Federzeichnung (S. 1).

Format und Anordnung:

In den für die H-Initiale des Textbeginns ([H]ye begin̄et barlam) vorgesehenen neunzeiligen Leerraum eingezeichnete, ungerahmte Anfangsminiatur, oben über den Schriftraum ragend (74 × 50 mm), darüber die Namensbeischrift Barlaam (nicht von der Schreiberhand).

Bildaufbau und -ausführung:

Frontal auf einem steinernen Kastenthron sitzender, leicht nach links gewendeter König, die linke Hälfte des Sitzes durch das Gewand verdeckt. Der König in weitem, gebauschtem Mantel und dreiblättriger Krone auf dem Haupt, unter der seitlich die wie in einem Haarbeutel aufgerollten Haare hervorschauen, hält dem Bildbetrachter mit der rechten Hand ein auf den Knien aufgesetztes, geöffnetes Buch entgegen; der ausgesteckte Zeigefinger der im Schoß ruhenden, übergroßen linken Hand, deren Daumen das Buch an der Unterkante rechts abstützt, weist schräg nach unten. Unter dem Mantelsaum sind spitze Schuhe sichtbar.

Einfache Umrißlinien in Schwarz, runder Faltenwurf mit s-förmigen Haken; parallele Häkchen und fahrige Parallel- und Kreuzschraffen in den Schattenpartien des Gewands, Kreuzschraffur auch an der Vorderseite des Sitzes. Maßstäblich zu große Hände, rundliches Gesicht mit einem einfachen Haken für die Nase, einem nach unten gebogenen Strich für den Mund, darunter ein kurzes Häkchen für das Kinngrübchen, die Augen als einfache Linien mit seitlichem Punkt, Brauenlinie über dem rechten Auge. Die Zeichung ist kaum koloriert, nur das an der Brust und dem linken Ärmel sichtbare Untergewand ist in hellem, bräunlichen Zinnober laviert, die Haare in Sepia und der Kastensitz in blassem Olivgrün. – Die Illustration wurde wohl gegen die Mitte des 15. Jahrhunderts eingefügt.

Farben:

Zinnober, Oliv, Hellsepia.

Literatur:

PERDISCH (1913) S. VIII–XI; OTT (1993) S. 367, Abb. 1 (S. 1).

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Abb. 1: S. 1. Josaphat auf dem Thron.

Abb. 1.