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KdiH

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22.1.21. Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 2669

Bearbeitet von Norbert H. Ott

KdiH-Band 3

Datierung:

1388 (2r).

Lokalisierung:

Niederösterreich (?).

Besitzgeschichte:

Möglicher Vorbesitzer in Niederösterreich: Die Priorin des Dominikanerinnenklosters Mumpach (Minnebach, heute Imbach bei Krems), Ursula Liechtenekkerin, und der Konvent versetzen das Dorf Reichpoltzdorf in der Pfarre Pulkau (bei Hollabrunn) um 100 Pfund Wiener Pfennig dem erbern Jansen dem pölcz di zeit Richter zu fürtt (Pergamenturkunde des 14. Jahrhunderts im Hinterdeckel).

Inhalt:
1. 2ra–130va Konrad von Megenberg, ›Buch der Natur‹
2ra–5vb Register mit Kapitelzählung
Widmungsfassung
2. 131va–135vb Gottfried von Franken, ›Pelzbuch‹
Fassung B, Kapitel 1–77
I. Kodikologische Beschreibung:

Pergament, 136 Blätter, 1vr leer, 340 × 260 mm, vier Hände (I: 2ra–97rb Notula; II: 97rb–130va Textualis formata; III: 131va–132vb Notula; IV: 132vb–135vb zierliche Bastarda), zweispaltig, 40–42 Zeilen, ab 131v 47–67 Zeilen, Rubrizierung, rote Überschriften zu den Teilen, zwei- bis vierzeilige rote und blaue Lombarden, mitunter gespalten, zuweilen mit Fleuronnée.

Schreibsprache:

bairisch-österreichisch.

II. Bildausstattung:

Schmuckseite zum Textbeginn (6r): Neunzeilige (60 × 50 mm) A-Initiale, brauner Buchstabenkörper mit Ranken- und Blattfortsatz in Grün und Orange am oberen und linken Blattrand, blau gerahmtes hellblaues Feld mit Punktblüten und Filigran in Deckweiß, Rahmen von rotem Fleuronnéebesatz umgeben. Am oberen Blattrand über der rechten Spalte, jeweils auf ornamentalem, mit Kleeblättern bewachsenem Bodenstück ein äsender Hirsch und ein Hund; am rechten Blattrand, quer zum Text, Hund und Hase; unter der linken Spalte eine Burg mit einer auf dem Tor gehißten Flagge.

Sieben sechs- bis achtzeilige Fleuronnée-Initialen zu den Teilen II–III C (22ra, 37ra, 49rb, 66rb), III F (80va), IV A (87rb) und VI (114va), z. T. mit Goldverzierung, eine dreizeilige Fleuronnée-Initiale zu IV B (92rb); nur vier- bis fünfzeilige gespaltene Lombarden zu I (9va), III D (69rb) und VIII (128ra), 20zeilige I-Lombarde im Spaltenzwischenraum zu V (103vb); vierzeiliger Leerraum zu III E (73va), fünfzeiliger Leerraum zu VII (125vb).

Drei Fratzen mit Beischriften: 129r Jud, 129v jud ab̄hā, 130r hopferll[?].

Farben:

Pinselgold, Rot, Blau, Grün, Braun, Purpur, Gelb, Ocker, stets deckend.

Literatur:

Menhardt 1 (1960) S. 78; Unterkircher (1969) S. 54, Abb. 213. – Steer (1966), S. 18; Hayer (1988a) S. 498f.; Buckl (1993) S. 95f.; Hayer (1998) S. 248f.

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus

Taf. II: 6r. Eingangsinitiale A, Ranken, autonome Randzeichnungen (Hirsch, Hunde, Hase, Burg).

Taf. II.