KdiH

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3.5a.1. Coburg, Landesbibliothek, Ms. Sche. 16

Bearbeitet von Pia Rudolph

Ergänzung zum gedruckten KdiH

Datierung:

1427 (274va).

Lokalisierung:

In oder um Nürnberg (?).

Besitzgeschichte:

Zur Besitzgeschichte ist nichts bekannt, die Liste aller Ortsnamen innerhalb von sechs Meilen um die Stadt Nürnberg (297ra–305rb) deutet auf Nürnberg und Umgebung als Entstehungsort hin. Laut Prägung auf dem Einband (siehe Kaltwasser [1960] S. 192) befand sich die Handschrift schon im 17. Jahrhundert im Besitz eines Coburgers, dem Kanzler Johann Conrad von Scheres († 1704).

Ausführliche Beschreibung der Handschrift siehe Nr. 135.10.1.

Inhalt: Sammelhandschrift u. a. mit historischen Texten, Pilgerfahrten und Weissagungen, zum genauen Textbestand siehe Kaltwasser (1960) und den Handschriftencensus.
2. 101ra–166rb Meister Wichwolt, ›Cronica Allexandri des grossen konigs‹
I. Kodikologische Beschreibung:

Papier (Bl. III–VIII, 14, 101, 167, 172, 281 aus Pergament), VIII + 318 Blätter (die mittelalterliche Zählung beginnt nach dem Inhaltsverzeichnis, danach richtet sich die Beschreibung), 287 × 200 mm, Bastarda, eine Hand (eine Nachtragshand aus dem 16. Jahrhundert fügt neben einem Auszug aus Luthers Predigten auf IIIra–va weitere Nachträge und z. T. auch Bilder ein, z. B. eine Landkarte auf 297rb), zweispaltig, 34–38 Zeilen, rote Lombarden, Rubrizierung.

Schreibsprache:

nord- oder mittelbairisch.

II. Bildausstattung:

Fünf Deckfarbeninitialen, eine historisierte Initiale zu Text 2. Ein Maler.

Format und Anordnung, Bildaufbau und -ausführung, Bildthemen:

Die goldenen Buchstabenkörper wurden auf den Pergamentblättern der Handschrift angebracht, sie bilden den Rahmen für ein markantes Bild zum jeweiligen Text, zu Text 2: I-Initiale mit Alexander dem Großen zu Pferd (101ra).

Literatur:

Kaltwasser (1960) S. 192–197. – Oppitz 2 (1990) S. 439 (Nr. 344); Müller (2006a) S. 246f., 249 (Nr. 1).

Weitere Materialien im Internet:

Handschriftencensus